Garten für die Biodiversität


Natur im Siedlungsraum, Arealgestaltung | Realisiert im November 2013 | Kloster Fahr

Seit 1976 wurde von der Gemeinschaft „Suneboge“ in Zürich-Wollishofen ein Garten betrieben; seit 1989 wurde dieser als kontrollierter Biobetrieb geführt. Dieser Garten bot geschützte Arbeitsplätze für die Gemeinschaft. Als nach langer Zeit der Bewirtschaftung der zuständige Gärtner aufhörte, wurde die Pflege des Gartens eingestellt und dieser lag einige Zeit brach.

Nun soll der Garten aber schon bald als Gemeinschaftsgarten durch den Verein Grenzsteig wieder in Betrieb genommen werden. Im oberen Teil werden die Gewächshäuser wieder instand gesetzt, um Bio-Gemüse anzubauen. Ein Teil davon wird an einem Stand direkt beim Garten verkauft werden. Daneben soll aber auch die Biodiversität gefördert werden. Im unteren Teil des Gartens werden ausgedehnte natürliche Flächen angelegt, welche Mensch und Tier erfreuen werden. Dazu werden einheimische Pflanzen gefördert und Kleinstrukturen angelegt, welche Vögeln, Reptilien und kleinen Säugetieren Unterschlupf bieten.

Die Wiederherrichtung des Gebiets war die Aufgabe vom Naturnetz. Denn über die Jahre hat sich einiges an Material angesammelt, welches nicht mehr gebraucht wird und deshalb entsorgt werden muss. Zudem wuchsen durch die fehlende Bewirtschaftung allerlei Pflanzen, welche nun nicht mehr erwünscht sind. Dazu gehören besonders exotische Pflanzen wie der Bambus, welche entfernt werden mussten. Auch viele Büsche und Gehölze wurden entweder geschnitten oder ganz entfernt, grosse Mengen des anfallenden Holzes gehäckselt und diverse Elemente wie zum Beispiel Betonblöcke entfernt. Dabei waren auch Mitglieder des Vereins Grenzsteig häufig im Garten aktiv und sammelten unter anderem Äste für Weihnachtsdekorationen oder zur Pflanzenüberwinterung.

Obwohl es die meiste Zeit über winterlich kalt war und sich der gefrorene Boden stellenweise nur schwer mit dem Pickel bearbeiten liess, wurde dank der abwechslungsreichen Arbeit niemandem kalt. Zudem stand für die Mittagspause eines der Gartenhäuschen zur Verfügung, in welchem man sich dank Heizung und Kochherd aufwärmen konnte. Nun bleibt abzuwarten, wie sich der Garten entwickelt und wie er sich im nächsten Frühling präsentieren wird.


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