Aufwertung Karpfenweiher


Arealgestaltung | Realisiert im November 2014 | Nordwestschweiz

Die junge Gilberte von Courgenay könnte auch einmal bei den typisch nebeneinander liegenden Karpfenteichen gewesen sein, an diesem Ort voller alter gesammelter und zusammengebastelter Sachen, alter Traktorteile, Geländer und vielen schlecht gezimmerten Stegen die in die kleine Wasserfläche ragen. Daneben wachsen Pflanzen aus aller Welt wild durcheinander.

Pro Natura Jura konnte dieses Landstück für die Natur sichern und will es jetzt aufwerten. Zusammen mit dem Gelände eines Bio-Bauern liegt es am Rande einer intensiv bewirtschafteten Umgebung. Sogar ein kleiner Bach fliesst neben den Teichen in einem tiefen, steilen Bachbett durch das Grundstück.

Zuerst wurde Ordnung im Gebiet geschafft. Wir haben die ganzen Metallstücke aus dem Gebiet geholt und auf einem ausgeliehenen Anhänger deponiert. Anschliessend sammelten wir die brennbaren Abfälle - hinter jedem zweiten Busch, unter jedem tiefliegenden Ast fanden wir wieder irgendetwas! Zum Schluss entsorgten wir noch das behandelte Holz, das sich hauptsächlich durch den Abriss eines kleinen, maroden Holzhüttchens und den Holzstegen ergab. Mit den natürlichen Materialien wie unbehandeltem Holz, Steinplatten oder Ziegeln wurden Kleinstrukturen in der Nähe des Gewässers geschaffen.

Nach dem Aufräumen wurden Thuja, ein paar Zypressen andere Nadelhölzer gefällt, um den Bachlauf, in der schon Forellen gesehen wurden, vor einer Übersäuerung zu schützen. Das geschnittene Strauchmaterial wurde rund zwanzig Meter neben dem Bachlauf zu einer sogenannten Benjeshecke angehäuft.

Bei der Benjeshecke sollen Vögel und der Wind einen natürlichen, der Umgebung angepassten Samenstamm eintragen, gleichzeitig dient der angelegte Wall aus Ästen und Grünschnitt auch als Unterschlupf für Vögel und andere Kleintiere.


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