Unterhalt historischer Wasserkanäle Guttet-Feschel


Gewässer | Realisiert im September 2014 | Naturnetz mobil

Die Südhänge des Innerwallis sind mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von rund 600 Milimeter geprägt von Trockenheit. Für eine Nutzung des Bodens als Agrarland sind jedoch zwischen 700 bis 900 Milimeter notwendig. Das fehlende Wasser wurde deshalb seit Jahrhunderten mittels Wasserkanälen, den sogenannten Suonen, aus wasserreichen Wildbächen herbeigeführt und diente zur Bewässerung des Kulturlandes. Es profitiert jedoch nicht nur der Mensch von dieser kulturhistorischen Bewässerungstechnik, sondern im zweiten Blick auch die Natur. Viele Wildtiere können die Suonen als Tränke nutzen. Beachtenswert ist die Pflanzenwelt entlang der Suonen. Beachtenswert darum, weil direkt über der Suone Pflanzen wachsen, welche sich an die Trockenheit angepasst haben, während unter der Suone Pflanzen gedeihen, die es gerne eher feucht mögen. Dies ergibt eine breites Spektrum an Arten auf kleinstem Raum.

Die Gemeinde Guttet-Feschel oberhalb von Leuk verfügt über ein solch weit verzweigtes Suonensystem. Wie viele vom Mensch angelegte Bauwerke müssen auch die Suonen unterhalten werden. Unser zweiwöchiger Einsatz beinhaltete das Freiholzen der Suonen von schnellwachsenden Baumarten, das Säubern der Kanäle von Ast- und Steinmaterial und das Ausmähen. Durch und durch eine sehr vielseitige und interessante Aufgabe, welche durch das weitvezweigte Suonensystem viel Koordinationsgeschick abverlangte. Belohnt wurden wir durch die atemberaubende Landschaft und die gute Unterstützung von seitens Forst und der Gemeinde Guttet-Feschel.


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