Frühschnitt Schilf Niggital


Riedwiesen | Realisiert im Juli 2016 | Kloster Fahr

In der Gemeinde Stallikon befindet sich an der Albiskette das Hangried Niggital. Üblicherweise werden Riedwiesen nur einmal und erst im September gemäht, da es in den Wiesen viele spätblühende Pflanzen hat. Die Pflanzen einer Riedwiese sind an einen nährstoffarmen Boden bestens angepasst. Sie konnten so eine ökologische Nische einnehmen, in welcher grosswüchsige Pflanzen, wie zum Beispiel das Schilf, nicht optimal gedeihen konnten. In den letzten Jahrzenten wurde aber vermehrt beobachtet, dass Schilfpflanzen in die Riedwiesen vordringen und damit die ursprüngliche Riedvegetation verdrängen. Noch nicht geklärt ist, was die Ursachen für dieses Phänomen sind. Unter Fachleuten ist man sich jedoch einig, dass der Nähstoffeintrag über den Regen die Hauptursache für die Verschilfung der Riedwiesen ist.

Eine Möglichkeit dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein Frühschnitt der verschilften Bereiche. Es hat sich gezeigt, dass das Schilf ein mehrmaliges Mähen schlecht verträgt und so in seiner Ausbreitung eingedämmt werden kann. So viel zum Hintergrundwissen – nun lag es an den Zivis von Naturnetz zu Handeln!

Mit Balkenmäher und mehreren Motorsensen haben sich die Zivis an die Arbeit gemacht. Die grösste Herausforderung - neben dem steilen Gelände - war der extrem nasse Untergrund. Vor allem der Balkenmäher musste mehrmals mit vereinten Kräften aus seiner eingesunkenen Lage befreit werden. Das Schnittgut wurde dann zusammengerecht und mit einer Blache den ganzen Hang hinunter gezogen. Am Hangfuss konnten wir ein Depot machen, welches vom Unterhaltsdienst des Amts für Wasserbau abtransportiert und entsorgt wurde. Dank den Zivis ist das Schilf nun gemäht und die eigentliche Riedvegetation kann sich ihren Platz längerfristig wieder zurückerobern.


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