Mäharbeiten Kottmann-Areal


Magerwiesen | Realisiert im September 2016 | Mittelland

Das Kottmann-Areal in Zürich Witikon ist eine ehemalige Baumschule, die jahrelang ungenutzt war und zunehmend verwilderte. Die Stadt Zürich entschloss sich 2012, das Naturnetz mit der Umgestaltung des Geländes zu beauftragen. Im östlichen Teil wurde eine Blumenwiese mit zwei Teichen für Gelbbauchunken und ein gestufter Waldrand aus einheimischen Sträuchern angelegt. Im westlichen Teil wurden über mehrere Jahre die exotischen Gehölze aus der Zeit der Baumschule gefällt und damit ein lichter Wald mit kleinen Wiesenflächen und Strukturelementen wie Holzbeigen, Ast- und Häckselhaufen geschaffen. So wurde aus dem verwilderten Kottmann-Areal ein vielfältiger Naturraum, der das Schutzgebiet des Wehrenbachtobels bereichert.

Damit sich die Wiesenflächen gut entwickeln und nicht von Brombeeren und Sträuchern überwuchert werden, müssen sie zweimal pro Jahr mit Balkenmäher und Freischneider gemäht werden. Dabei lassen die Zivis bei jedem Schnitt 10-15% der Vegetation stehen. So haben die auf der Fläche lebenden Kleintiere immer einen Rückzugsort und auch spät blühende Pflanzenarten haben eine Chance zur Vermehrung. Dies kommt zudem Honig- und vielen Wildbienenarten zugute, die auf ein konstantes Nektar- und Pollenangebot angewiesen sind. Das Schnittgut bleibt jeweils einige Tage liegen, damit allenfalls vorhandene Samen von den Samenständen abfallen und Insekten und andere Kleintiere von den geschnittenen in die geschonten Flächen übersiedeln können. Anschliessend wird das Heu von den Zivis zusammengerecht und mit der Heugabel auf unseren Kipper geladen. Wir bringen es ins Vergärwerk Werdhölzli, wo es zu Kompost und Biogas verarbeitet wird.


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