Bekämpfung der armenischen Brombeere im Furttal


Neophyten | Realisiert im Oktober 2017 | Kloster Fahr

Die armenische Brombeere (Rubus armeniacus) stammt urspünglich aus dem Kaukasus und wird in Westeuropa seit dem 19. Jahrhundert als Beerenstrauch angepflanzt, da die Art sehr ertragreich ist. Wenn Vögel die Beeren fressen, verschleppen sie jedoch die Samen in der Natur, wo sie auch im hiesigen Klima sehr gut gedeihen. Ihre Ranken werden bis zu 3 Meter lang, wobei die Triebspitzen durch das Gewicht wieder zum Boden gedrückt werden, wo sie neue Wurzeln schlagen. Auf diese Weise bildet sie meterhohe, undurchdringliche Dickichte, in denen keine anderen Pflanzen mehr wachsen können. Das passiert vor allem an Waldrändern und in Heckensäumen, wo sie den Platz von einheimischen Brombeerarten sowie niedrig wachsenden Sträuchern und Hochstauden einnimmt. Sie dringt jedoch auch in extensiv gepflegte Wiesen und Riedflächen ein, denn die ein- oder zweimal jährliche Mahd dieser Flächen reicht nicht aus, um die Brombeeren am Wachsen zu hindern.

Auch im Furttal, wo das Naturnetz die kantonalen Naturschutzgebiete pflegt, ist die armenische Brombeere ein ständiges Ärgernis. Ihre Bestände werden deshalb von den Zivis regelmässig mit dem Freischneider zurückgeschnitten und mindestens einmal jährlich werden die Pflanzen mitsamt der Wurzel ausgerissen. Die Wurzeln der armenischen Brombeere fungieren nämlich als Speicher- und Überdauerungsorgan, aus dem die Pflanze immer wieder neu austreiben kann, auch wenn die oberirdischen Pflanzenteile entfernt worden sind. Wo sich die Brombeeren in Hecken und Waldrändern festgesetzt haben, sind teilweise gröbere Eingriffe im Rahmen der winterlichen Hecken- und Waldrandpflege nötig. Mit der Kettensäge stutzen die Zivis die umliegenden Sträucher zurück, damit sie überhaupt an die dornigen Neophyten herankommen.

Die mühsame Arbeit lohnt sich jedoch, die Zivis haben bereits einige schlimme Brombeerdickichte in wertvolle Magerwiesen oder Hochstaudenfluren zurückverwandelt. Wir bleiben dran!


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