Entbuschung im Hochmoor Rothenthurm


Riedwiesen, Gewässer | Realisiert im November 2019 | Kloster Fahr

Eines der grössten Hochmoore der Schweiz liegt im Hochtal der Biber, der Ebene zwischen Rothenthurm und Biberbrugg in der Innerschweiz. Es gilt als Moorlandschaft von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung. Anno 1987 wurde das Hochmoor Rothenthurm unter Schutz gestellt und damit der Moorschutz begründet. Doch dem Hochmoor geht es schlecht. Schleichende Verbuschung und zunehmender Nährstoffeintrag aus der Luft und von den umliegenden Entwässerungsgräben der intensiven Landwirtschaft setzen dem Hochmoor zunehmend zu und Arten verschwinden allmählich. So auch das Braunkehlchen.

BirdLifeSchweiz will das Verschwinden des Braunkehlchen in diesem Landschaftsraum verhindern und hat dafür verschiedene Sofortmassnahmen beschlossen. Mit starken Forsteingriffen, welche durch den ortsansässigen Forstbetrieb und die umliegenden Landwirte durchgeführt werden, soll der Verbuschung entgegen gewirkt werden. Es wurden Sitzwarten angelegt, auf welche die Vogelart dringend angewiesen ist. Zudem sind verschiedene Entbuschungsaktionen geplant. Eine davon durfte das Naturnetz durchführen.

Wir waren eine Woche damit beschäftigt, auf einem alten Torfstich Faulbäume, Weiden, Birken und andere aufkommende, unerwünschte Gehölze auszustocken. Mit Hilfe einer Forstseilwinde haben wir es geschafft, stark verwurzelte Weidenstöcke, die fälschlicherweise bereits mehrmals auf Stock geschnitten wurden, aus dem durchnässten Boden auszureissen. Zurück blieb eine gehölzfreie, mit Wasserlöchern durchsetzte Moorfläche.

Nun hoffen wir, dass im kommenden Frühling Braunkehlchen und co. zurückkommen und die aufgelichteten Lebensräume wieder annehmen.


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