Förderung des Flussregenpfeifers am Flachsee


Gewässer | Realisiert im November 2019 | Kloster Fahr

Förderung des Flussregenpfeifers am Flachsee AG:

Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist eine stark gefährdete Vogelart und zählt zu den national prioritären Arten für Förderprojekte. Ursprünglich brütete sie fast ausschliesslich in Flussauen. Durch die Zerstörung vieler Auen ist der Bestand zusammengebrochen. Aktuell sind es in der Schweiz noch 90-120 Paare.

Bevorzugt besiedelt der Regenpfeifer Kies,- und Schotterflächen in unmittelbarer Nähe eines Gewässers, wo die Nahrungsaufnahme stattfindet. Der Regenpfeifer dreht eine Mulde, in welchem er sein perfekt getarntes Gelege hineinlegt. Damit der brütende Vogel Fressfeinde frühzeitig erkennen kann und die kieselsteinartigen Eier getarnt bleiben, ist er auf vegetationsarme Kiesflächen angewiesen.

Ein bekannter Brutplatz ist der Flachsee AG. Der See wurde durch die Aufstauung der Reuss im Jahre 1975 gebildet. Es ist ein Zug- und Wasservogelschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Im Staubereich befinden sich mehrere Inseln mit karger Vegetation, welche als Brutplatz für die seltenen Flussregenpfeifer und Kiebitze (Vanellus vanellus) dienen. Damit die Vegetation karg bleibt, werden die Inseln durch die Equipé des kantonalen Werkhofs gemäht.

Die Jät-Arbeiten auf den mit Kies aufgeschütteten Bereichen fanden im November statt und wurden mit Zivildienstleistenden des Naturnetzes sowie einer Schulklasse durchgeführt. Unterstützt wurden sie durch zwei Mitarbeitern des kantonalen Werkhofs, welche freundlicherweise auch das Ruderboot für die Überfahrt auf die Inseln bereitgestellt haben. Auf der Insel angekommen machten wir uns sogleich an die Arbeit und entfernten die aufkommenden Pflanzen mitsamt der Wurzel. Dazu verwendeten wir ein Plackeisen. Die gejäteten Pflanzen wurden gesammelt und im Werkhof abgeführt.

Mit dem gleisteten Arbeitseinsatz erhoffen wir uns, dass auch nächstes Jahr wieder Flussregenpfeifer und Kiebitze die kargen Flächen besiedeln werden. Wir sind gespannt auf den Bruterfolg im 2020!


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