Unterhalt Kiesgruben Flaach


Magerwiesen, Kiesgruben | Realisiert im Dezember 2016 | Nordostschweiz

Kiesgruben haben einen hohen ökologischen Wert, sie sind Refugien für Tiere und Pflanzen, deren Lebensraum durch den Eingriff des Menschen zerstört worden ist. Aus diesem Grund wurden in Flaach im Zürcher Weinland drei stillgelegte Kiesgruben nicht wie sonst üblich wieder aufgefüllt, sondern durch verschiedene Massnahmen aufgewertet und zu Naturschutzgebieten erklärt. In der Kiesgrube Chrumben und Ebnet wurden beispielsweise zur Förderung von Amphibien verschiedene Grundwassertümpel angelegt. Eine von 2002 bis 2004 durchgeführte Erfolgskontrolle zeigte:

  • Die neuen Laichgewässer wurden sofort von allen Zielarten angenommen.
  • Der Laubfroschbestand erhöhte sich.
  • Erstmals wurden alle vier Molcharten (Berg-, Kamm-, Faden-und Teichmolch) nachgewiesen.
  • Als neue Art pflanzte sich der Springfrosch zunehmend fort.
  • Mittlerweile zählen diese Gebiete zu den Amphibienlaichgebieten nationaler Bedeutung (Quelle: Praxishilfe zur Aufwertung und Neuschaffung von Laichgewässern für Amphibien, Fachstelle Naturschutz, C. Meier).

Auch werden die Kiesgruben gerne von Säugetieren als Einstandsgebiete im intensiv landwirtschaftlich geprägten Flaacher Feld genutzt. So trifft man hier regelmässig Rehe, Feldhasen und Füchse an. In der Grube Chrumben entstand in den letzten Jahren auch ein grösserer Dachsbau. Um diese Refugien zu erhalten, führt das Naturnetz verschiedene Pflegearbeiten durch:

  • Mahd der Wiesenflächen im Frühjahr und Herbst.
  • Unterwassermahd der Schilfgürtel in den Tümpeln.
  • Schneiden der Kopfweiden.
  • Neophytenbekämpfung
  • Gehölzpflege