Mahd Harberenbach


Pascoli calcarei, Acque | realizzato nel Settembre 2018 | Kloster Fahr

Im Zuge der Erweiterung des Golfparks in Otelfingen wurde der ehemals kanalisierte Harberenbach 2009 renaturiert und erhielt einen grosszügigen Uferbereich mit Hecken und Steinlinsen als Strukturelementen. Seither tummeln sich dort Amphibien und Eidechsen in grosser Zahl, ebenso wie die Ringelnatter und möglicherweise die seltene Schlingnatter, welche im angrenzenden Bahndamm Lauet bereits nachgewiesen werden konnte. In den Riedwiesen wachsen zudem an einigen Stellen seltene Orchideen.

Damit die neu entstandenen Wiesen und Steinlinsen nicht wieder von Gehölzen überwuchert werden, mähen die Zivis vom Naturnetz sie zweimal im Jahr mit Balkenmäher und Freischneider. Dabei lassen sie jeweils 10-15% der Wiesen als Altgrasinseln stehen. Sie dienen als Rückzugsgebiet für Kleintiere, wo sie sich verstecken können und weiterhin Nahrung finden, während der Rest der Wiese wieder nachwächst. Zudem wird so auch spät blühenden Pflanzenarten ermöglicht, sich in den Wiesen erfolgreich zu vermehren.

Das Schnittgut bleibt jeweils einige Tage liegen, damit es abtrocknet und die Samen von den Pflanzen abfallen können. Zudem ermöglicht dies Kleintieren, von den geschnittenen in die geschonten Bereiche der Wiese überzusiedeln. Das Schnittgut rechen die Zivis anschliessend von Hand zusammen und transportieren es mit der Schleppblache zu unserem Ladewagen. Eine schweisstreibende Arbeit, besonders im heissen Sommer 2018! Um den Zivis die Arbeit etwas zu erleichtern, stellte uns der Golfpark deshalb freundlicherweise einen Golfwagen als Zugfahrzeug für die Schleppblache zur Verfügung. Das Schnittgut brachten wir in das lokale Vergärwerk, wo es zu Biogas und Kompost verarbeitet wurde. Einen kleinen Teil des Schnittguts schichteten die Zivis zudem vor Ort zu Haufen auf, die Amphibien, Reptilien und Kleinsäugern als Unterschlupf und Winterquartier dienen werden.


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