Kleinstrukturen Panzersperre


Piccole strutture, Siepi e boschetti | realizzato nel Novembre 2016 | Kloster Fahr

Durch die Zersiedlung der Landschaft entsteht für die Natur oftmals das Problem, dass die mosaikartig verteilten Biotope voneinander abgetrennt werden oder bereits schon sind. Durch die Isolation werden diverse Arten anfällig in Bezug auf ihre Populationsgrösse und über einen längeren Zeitraum entwickelt sich die Problematik der Verarmung des Genpools. Das wichtigste Instrument um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, ist die Vernetzung der isolierten Lebensräume.

Durch den Platzanspruch unserer Gesellschaft gestaltet sich die Vernetzung der Lebensräume nicht immer einfach. Die alten Panzersperren sind diesbezüglich äusserst hilfsreich. Zum Einen bestehen diese Bauwerke schon seit längerer Zeit und sind teilweise bereits etwas "verwildert". Zum Anderen sind die Panzersperren topografisch oftmals so angeordnet, dass sie ganze Täler oder offene Landschaften durchziehen und so bereits für eine Vernetzung optimal angeordnet sind.

Oberhalb der Panzersperre in Birmensdorf besteht bereits ein Naturschutzgebiet mit Magerwiesen und Hecken - Kleinstrukturen fehlten aber! Die Leerräume zwischen den Betonelementen eignen sich äusserst gut um solche Kleinstrukturen anzulegen. Dort wo bereits wertvolle Sträucher wachsen, wurden lediglich schnellwachsende Baumarten zugunsten der Dornensträucher herausgeschnitten. Mit dem anfallenden Astmaterial wurden Asthaufen angelegt. Bei dem Anlegen der Steinhaufen wurde ein besonderes Augenmerk auf eine wieselgerechte Bauweise gelegt. Wiesel nutzen die Steinhaufen als Versteck und auch als Ort der Aufzucht ihrer Jungen. Darum wurde in jedem Steinhaufen eine mit trockenem Laub gefüllte Aufzuchtkammer eingebaut. Es war schön zu beobachten wie die Zivis bei dieser Aufgabe äusserst motiviert waren den Wiesel ein möglichst "schönes Zuhause" zu bauen - dies in der Hoffnung, dass die Wiesel ihr Bauwerk in den nächsten Jahren auch besiedeln werden.


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