Langenmoos: Ein Zuhause für Amphibien und Libellen


Acque | realizzato nel Dicembre 2022 | Altipiano

Der Verein Naturnetz ist seit vielen Jahren für Pflege- und Unterhalt vieler Naturschutzgebiete im Limmattal und anderen Regionen zuständig. Die Arbeiten erfolgen in Absprache mit Tobias Liechti (Gebietsverantwortlicher Limmattal). Heute stehen Arbeiten zur Förderung von Amphibien & Libellen im Langenmoos an. Leichte Nebelschwaden hängen wie Zuckerwatten über dem rund vier Hektar grossen Flachmoor, welches sich nord-westlich der Gemeinde Weiningen – neben dem Weininger-Weiher befindet. Angrenzend zieren sich in nördlicher und südlicher Richtung zwei grössere bewaldete Hügel (Hasleren & Bruderberg). Es ist Februar und die Natur erwacht allmählich aus dem Winterschlaf. Die ersten Amphibien wandern aus den angrenzenden Waldflächen zu ihren Laichgewässern ins Langenmoos. Es sind dies Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche. Für Libellen ist es derzeit noch etwas zu früh im Jahr! Im Waldstück «Hasleren» sind immer wieder die Rufe von Schwarz,- Bunt,- und Grünspecht zu hören, welche intensiv ihre Brut-Reviere verteidigen. Der FRÜHLING kann kommen! Wir montieren unsere Gummistiefel und begeben uns – ausgerüstet mit Spaten und Schaufeln – ins Moor. Der Graben durch das Moor und die kleinen Tümpel sollen für die Amphibien als Laichgewässer aufgewertet werden. Dazu stechen wir die aufkommende Vegetation in den sehr seichten Tümpeln ab und verbreitern die Uferlinie. Werden diese Wassergräben und Tümpel nicht gepflegt, drohen sie durch das starke Pflanzenwachstum zu verlanden und die offene Wasserfläche würde verschwinden. Dies hätte zur Folge, dass Amphibien und teils auch Libellen aus dem Moor verschwinden würden. Als weitere Massnahme schaffen wir auf der Moorfläche neue temporär trockenfallende Tümpel. Dazu wird mit Holz das langsam fliessende Wasser eingestaut.
Die Arbeiten sind bei den Zivildienstleistenden beliebt, auch wenn es zum Teil etwas anstrengend ist, das abgestochene und nasse Pflanzen,- und Erdmaterial aus dem Wasser zu hieven und im Anschluss mit Schubkarren zum Fahrzeuganhänger zu transportieren. Die Amphibien und Libellen werden es uns jedoch danken! Bereits kurz nach dem Einsatz konnten die ersten Laichballen des Grasfrosches vorgefunden werden. Und im Sommer gelang ein Nachweis der seltenen Scharlach-Libelle am gleichen Ort. Unsere Arbeiten haben sich definitiv gelohnt! Gespannt warten wir auf die langersehnten Sichtungen der Gelbbauchunken im Langenmoos.


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