Entbuschung und Pflege Weiher Degenried


Siepi e boschetti, Acque | realizzato nel Novembre 2019 | Kloster Fahr

Der in Zürich Hirslanden gelegene Degenriedweiher ist ein wichtiges Laichgewässer für Erdkröten (Bufo bufo), Grasfrösche (Rana temporaria) und Bergmolche (Ichthyosaura alpestris). Im Frühjahr findet jeweils eine Massenwanderung der Tiere Richtung Teich statt. Damit die Tiere während der Amphibienwanderung nicht den gefährlichen Weg über die Degenriedstrasse nehmen müssen, wurde 2012 auf einer Gesamtlänge von ca. 495 m ein Amphibienleitsystem eingebaut, dass ihnen erlaubt, die Strasse gefahrlos unterirdisch zu passieren. Nun verenden nur noch Einzeltiere auf der Strasse - der grosse Teil der Amphibien schafft es durch das Leitsystem unbeschadet bis zum Teich. Regelmässige Erfolgskontrollen während der Amphibienwanderung (das Naturnetz führt in Zusammenarbeit mit Grün Stadt Zürich im Frühjahr 2020 wieder ein Monitoring durch) bestätigen die schützende Leitwirkung.

Der Degenriedweiher selber wird, damit er seine Funktion als Laichgewässer langfristig erhalten kann, in regelmässigen Abständen (alle 5-8 Jahre) gepflegt. Das Hauptziel der Pflege ist dabei, mehr Licht auf die Teichoberfläche zuzulassen und möglichst viel Humus/Nährstoffe aus dem Teich zu entfernen. Dies ist nötig, da der Teich wegen seines Uferbewuchs zuwächst und wegen des ständigen Nährstoffeintrages langsam verlandet.

Die Zivis vom Naturnetz rückten also im November 2019 für drei Einsatztage bewaffnet mit Fischerstiefel und Motorsäge ins Degenried aus. Sie schnitten das Ufergehölz und einige Weiden auf den Inseln zurück (auf Stock), wobei vor allem die schnell wachsenden Arten (Erlen, Hasel) stark zurückgedrängt werden mussten. Langsam wachsende, eher seltene Arten wie Weissdorn und Pfaffenhütchen schonten die Zivis. Sie fällten einige grössere Uferbäume, welche dem Teich zu viel Licht nahmen. Sie mähten den teilweise dichten Brombeerbestand rund um den Teich sowie und eine kleinere Schilffläche und pickelten Brombeeren stellenweise aus. Sie stockten die wenigen Neophyten (Sommerflieder, Robinie) aus. Und schliesslich entfernten sie mit Alu- / Heurechen und Mistgabel Algen, Laub, Totholz und weiteren Humus aus dem Teich. Der Grossteil des anfallenden Grüngutes wurde in der Nähe im Wald, z.B. in Form von Totholz- und Altgrashaufen als Kleinstruktur zurückgelassen.

Nach diesen spannenden Arbeiten sind wir gespannt, wie viele Amphibien die Wanderung in diesem Frühjahr durch das Leitsystem in den Weiher schaffen!


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