Furttal: Unterhaltsarbeiten in den kantonalen Naturschutzgebieten


Wiesen, Piante neofite, Torbiere, Pascoli calcarei | realizzato nel Ottobre 2022 | Altipiano

Auf der Südseite des östlichsten Ausläufers des Faltenjuras – der Lägern – befindet sich das Furttal. Im Furttal befinden sich zahlreiche kantonale Naturschutzgebiete von grossem Wert. Unter anderem gibt es orchideenreiche Flachmoore, artenreiche Magerwiesen und ein kilometerlanger alter Bahndamm, welcher seit Jahrzehnten als verbindendes/vernetzendes Naturjuwel besteht. Neben zahlreichen seltenen Prioritätsarten der Flora - z.B. Borstige Glockenblume (Campanula cervicaria), Schweizer Alant (Inula helvetica), Sumpf-Gladiole (Gladiolus palustris) oder Berg-Aster (Aster amellus) – kommen auch viele gefährdete Tierarten – z.B. Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) und Schlingnatter (Coronella austriaca) – vor.

Das Naturnetz ist im Auftrag der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich für die Neophytenbekämpfung in allen und für die gesamten Unterhaltsarbeiten in ca. der Hälfte der kantonalen Naturschutzgebieten des Furttals zuständig. Neben vielen Winterarbeiten wie Holzerarbeiten (z.B. Heckenpflege), Problempflanzenbekämpfung (z.B. armenische Brombeere, Rubus armeniacus) oder Bau von Kleinstrukturen (z.B. Holzhaufen, Steinriegel) führen wir von Frühling bis Herbst unzählige Einsätze im Furttal durch:

  • Je nach Neophytenbestand werden Gebiete ein- bis mehrmals nach den zu bekämpfenden Pflanzenarten abgesucht.
  • Auf einzelnen verbuschungsgefährdeten, wertvollen Wiesen werden jährlich z.b. Faulbaum (Frangula alnus) oder Grau-Erle (Alnus incana) mit Pickel bekämpft.
  • In Spezialeinsätzen werden Massnahmen für div. Prioritätsarten (z.B. für die Borstige Glockenblume) umgesetzt. Dies können z.B. Entbuschungsarbeiten oder Handsensenmahd sein.
  • Auf neu geschaffenen Flächen oder zur Verbesserung von artenarmen Wiesen werden Direktbegrünungsmassnahmen umgesetzt. Diese beinhalten das Mähen und Sammeln des Schnittgutes, das Sammeln der Samen von Hand auf bestehenden Wiesen sowie die Ausbringung des Schnittgutes / der Samen auf den Zielflächen.
  • Tümpel, Gräben und sehr feuchte Stellen werden zu Gunsten der bestehenden Amphibienvorkommen gepflegt. Dies kann z.B. das Ausschaufeln eines verlandenden Tümpels oder das Befreien eines Grabens von Vegetation sein.
  • Spezielle Massnahmen zur Förderung seltener Arten der Fauna werden auch durchgeführt, beispielsweise werden mit geeignetem Streue-Schnittgut Ringelnatter (Natrix natrix) -Eiablageplätze geschaffen.
  • Unzählige Wiesen werden ein- bis zweimal pro Jahr mit Balkenmäher, Motorsense oder Handsense gemäht. Dabei wird das Schnittgut drei Tage nach dem Mähen von Hand zusammengerecht und abgeführt.

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