Neophyten im Kloster Fahr


Neophyten | Realisiert im Juni 2012 | Kloster Fahr

Das Kloster Fahr betreibt seit seiner Gründung im 12. Jahrhundert einen Landwirtschaftsbetrieb. In den letzten Jahren fand eine ständige Extensivierung statt. Es wurden Hochstammobstgärten, Buntbrachen sowie extensive Trockenwiesen ausgeschieden.

Das Naturnetz kümmert sich unter anderem um die Pflege des Seebergs. Diese sehr steile, ehemalige Kuhweide wird nicht mehr beweidet, sondern nur noch einmal pro Jahr gemäht. Durch die geänderte Nutzung entwickelt sich mit der Zeit eine artenreiche Trockenwiese. Was gut ist für Wiesensalbei und Flockenblumen gefällt leider auch dem Berufskraut und anderen Neophyten. Diese eingeschleppten Pflanzen würden nach kurzer Zeit die gesamte Fläche überwuchern und die wertvollen Arten verdrängen.

Vom Frühling bis in den Herbst bekämpft das Naturnetz mit einer Gruppe Zivis in der Trockenwiese Seeberg das Berufskraut. Es wird durch die Zivis in mühsamer Handarbeit ausgerissen.

Auch auf den restlichen landwirtschaftlichen Flächen bekämpft das Naturnetz alle Neophyten. Hier werden vor allem in den Buntbrachen Goldruten und Sommerflieder entfernt.

Durch unsere Pflege wächst am Seeberg in Zukunft eine artenreiche Trockenwiese in der sich Schmetterlinge und Eidechsen wohlfühlen.


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