Weideräumung auf der Alp Griebjini


Kleinstrukturen, Magerwiesen | Realisiert im Juni 2014 | Naturnetz mobil

Die Walliser Alp Griebjini – oder Griebelalp - liegt oberhalb von Oberems auf rund 2'200 m. ü. M. im wilden Turtmanntal und gehört zum Perimeter des Regionalen Naturparks Pfyn-Finges. Durch das trockene und warme Klima ist die Region bekannt für seine äusserst artenreichen Lebensräume. Unter anderem bieten die blütenreichen Weidegebiete Nahrung für viele Insektenarten, darunter einige seltene Schmetterlinge.
Auf der anderen Seite werden diese ökologisch wertvollen Lebensräume durch erodierte Steine und das Voranschreiten der Verwaldung bedroht.

Ziel des zweiwöchigen Einsatzes im Juni 2014 war es, das weitläufige Weidegebiet der Alp von Stein- und Astmaterial zu befreien, um so einen geregelten Weidebetrieb während des kommenden Alpsommers zu ermöglichen.

Mit dem Steinmaterial, welches wir von Hand zusammengetragen haben, erweiterten wir bestehende Steinhaufen innerhalb oder am Rand der Weideflächen. Diese Kleinstrukturen dienen verschiedenen Kleintierarten als Ruhe- und Rückzugsraum. Erwärmt von der Sonne dienen diese Strukturen zudem als Sonnenplätze für Reptilien.
Auch Pflanzenarten, welche sich auf karge, trockene und sich schnell erwärmende Standorte spezialisiert haben, finden auf den neu geschaffenen Steinflächen optimale Wachstumsbedingungen.

Das Astmaterial, welches von Entbuschungsarbeiten des vergangenen Jahres stammt, haben wir entlang der Bewirtschaftungsstrasse für den Abtransport angehäuft.

Innerhalb unserer zwei Arbeitswochen, während welchen wir in zwei einfachen Alphütten untergebracht waren, konnten wir nicht nur unsere Improvisationskunst beweisen, sondern auch spannende Bekanntschaften mit den Bewirtschaftern der Alpgebiete machen. Dabei bekamen wir immer wieder deren Dankbarkeit zu spüren.


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