Regeneration Hochmoor Eigenried


Gewässerbau | Realisiert im Oktober 2014 | Naturnetz mobil

Das Hochmoor Eigenried liegt auf dem Zugerberg und ist eines der wertvollsten Naturschutzgebiete im Kanton Zug. Viele der Moore wurden zum Zweck der Torfgewinnung trocken gelegt. Die alten Entwässerungsgräben aus früheren Zeiten sind jedoch nach wie vor vorhanden und bergen die Gefahr, dass die Moore langfristig austrocknen. Der Lebensraum einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt könnte somit unwiederbringlich verlorengehen.

Das Amt für Raumplanung des Kantons Zug hat das Naturnetz damit beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Korporation Zug, ein Teil des Eigenrieds nach der bewährten Zuger Methode zu regenerieren und den Abfluss des Regenwassers zu verhindern. In einem ersten Schritt wurde von der Korporation Zug mit einem Kleinbagger die Vegetationsdecke im Graben abgetragen und neben dem Graben zur späteren Wiederverwendung deponiert. Quer in den Entwässerungsgraben geschlagene Holztafeln hinderten das Wasser am Abfliessen. Im nachfolgenden Schritt waren die Zivis besonders gefragt: Die offengelegten Gräben müssen mit Sägemehl aufgefüllt werden, so dass das Wasser durch die Saugwirkung des Sägemehls zurückgehalten wird und über die Grabenseiten wieder ins Moor zurückfliessen kann. Karette für Karette Sägemehl wurde von uns in die Gräben geschüttet und angestampft. Nachfolgend hat ein Mitarbeiter der Korporation Zug mit dem Bagger die im ersten Schritt abgetragene Vegetationsdecke wieder zurückgelegt.

Durch den nun konstant hohen Wasserspiegel wachsen die Moorpflanzen wieder an und das Moor kann regenerieren. Die Auswirkungen unserer Arbeit auf das Moor konnten wir tagtäglich mitverfolgen. An diversen Stellen um die Gräben bildeten sich bereits nach wenigen Tagen stehendes Wasser. Ein klares Zeichen für den Erfolg unseres Einsatzes und gleichzeitig Lohn für unsere Anstrengungen.


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