Naturnetz-Mobil 2019


Neophyten, Kiesgruben | Realisiert im Juli 2019 | Naturnetz-Mobil

Schweizweit im Einsatz und von Mitte Mai bis Ende August jede Woche in einer anderen Unterkunft übernachten. Was attraktiv tönt verlangt nicht nur der Einsatzplanung sondern auch den Zivis auch eine gewisse Flexibilität ab. Die grösste motivationsmässige Herausforderung liegt hier in der Erkenntnis, dass sich der positive Effekt unserer Arbeit erst im Folgejahr oder sogar noch langfristiger bemerkbar macht: Seltenen einheimischen Tieren und Pflanzen in unserer Kulturlandschaft eine echte Überlebenschance zu geben! Das ist oft nicht nur unspektakulär sondern zuerst auch mal richtig anstrengend! Lohnt sich der Chrampf? Wir meinen ja - und das nicht nur wegen der vielen schönen Sonnenuntergänge!

Unser Hauptfokus galt den Kiesgruben und Steinbrüchen, wo viele hochspezialisierte Tier- und Pflanzen-Arten ehemals dynamischer Landschaften heute ein letztes Refugium finden. In diesen Ersatzlebensräumen fühlen sich leider auch viele unerwünschte Exoten wohl - sogenannte invasive Neophyten. Kiesgruben- und Steinbruchbesitzer, welche sich ihrer Verantwortung für diese wertvollen Rückzugsorte bewusst sind, freuen sich über das Engagement unseres Zivi-Teams von Naturnetz-Mobil.

Durch das Neophytenmanagement in den Kiesgruben können wichtige Lebensräume erhalten bzw. gefördert werden. Insbesondere seltene Pionierarten wie die Gelbbauchunke und die Kreuzkröte finden hier ideale Bedingungen. Aber auch häufigere Arten wie die Gras- und Wasserfrösche, Erdkröten und diverse Molcharten nutzen diesen Lebensraum. Selbst hochspezialisierte und bedrohte Vogelarten wie die Uferschwalbe oder der Flussregenpfeifer können hier gefördert werden.


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