Pflegearbeiten um den Türlersee


Hecken & Feldgehölze, Magerwiesen | Realisiert im November 2017 | Kloster Fahr

Das Reppischtal und die Region rund um den Türlersee ist für seine ursprüngliche und extensiv genutzte Kulturlandschaft bekannt. Dass diese Kulturlandschaft auch so bleibt wie sie ist, braucht es eine angepasste Pflege. Würde man zum Beispiel eine Magerwiese nicht mehr regelmässig mähen, würde sie verbuschen und langfristig wieder zu Wald werden. Um das zu verhindern, sind die Zivis von Naturnetz wie jeden Herbst im Reppischtal unterwegs und pflegen diverse Rietflächen, Bachläufe und Magerwiesen. Im Jahr 2017 lag der Fokus auf der Pflege des Bachlaufes des Chrebsbaches und der Mahd der frisch entbuschten Weide Türlerrain.

Die Ufervegetation am Chrebsbach haben wir im ersten Moment als sehr artenarm eingeschätzt. Sie setzte sich hauptsächlich aus schnellwachsenden Gehölzen wie Haseln, Erlen und Weiden zusammen. Doch beim genauerem Hinsehen, haben wir mehr und mehr Rosen und kleine Dornenbüsche entdeckt. Mithilfe der Motorsäge wurden diese freigestellt, so dass sie mehr Platz und Licht haben, um sich zu entwickeln. Zusätzlich zu den Holzereiarbeiten wurde der Krautsaum mit der Motorsense gemäht. Die Brombeeren hatten sich zu sehr ausgebreitet.

Auch am Türlerrain sind die Brombeeren zu einem Problem geworden. Diese extensiv genutzte Weide wurde im Vorjahr entbuscht. Dadurch, dass mehr Licht auf den Boden gelangt, hat sich neben den Stockausschlägen die Brombeere stark ausgebreitet - nicht wirklich eine gute Nahrungsgrundlage für die Rinder. Die Brombeere verträgt mehrmaliges schneiden nicht und so wurde im Herbst die Fläche zum zweiten Mal gemäht und das Schnittgut auf Haufen deponiert. Mit dem Einsatz der Zivis sind die Flächen nun gepflegt und bereit für den nächsten Frühling.


In der Nähe