Pflegearbeiten im Bachsertal


Neophyten, Magerwiesen, Wald | Realisiert im Oktober 2018 | Kloster Fahr

In Bachs pflegt das Naturnetz die Lichten Waldflächen um das Erdmännliloch sowie diverse kleine Naturschutzgebiete im Gemeindegebiet.

Die jährliche Pflege der Lichtwaldflächen soll die alte Bewirtschaftungsform des Waldes imitieren. Brauchten unsere Gross- und Urgrosseltern Bau- und Brennholz, Laub für den Laubsack, Einstreu für das Vieh oder einen Beerendessert, gingen sie in den Wald. Der Wald wurde vielseitig genutzt und blieb licht und hell. Heute ist diese Bewirtschaftungsform unrentabel und wurde aufgegeben. Daher gibt es nur noch wenige Lebensräume, wo die vielen licht- und wärmebedürftigen Pflanzen und Tiere zuhause sind. Der Wald um die Hohflue im Bachsertal ist einer dieser Standorte. Hier kommen Blütenpflanzen und Tierarten vor, die im Kanton Zürich und zum Teil gesamtschweizerisch selten sind.

Mit aufwendigen Einsätzen werden die Waldflächen einmal jährlich durch den Forst gemäht, anschliessend werden die Flächen durch die Zivildienstleistenden gerecht. Auch invasive Neophyten, wie das Einjährige Berufkraut, Goldruten und Sommerflieder wurden in das Gebiet verfrachtet. Diese gilt es in Jäteinsätzen möglichst vor dessen Samenreife aufzufinden und zu eliminieren, damit diese keine Grossbestände bilden und die seltenen einheimischen Arten verdrängen.

Der Lichte Wald bietet uns immer wieder ein Spiel von Licht und Schatten, Naturerlebnis und Weitblick. Das Klima ist angenehm und erinnert ein wenig an die Provence. Es freut uns immer wieder in diesem erstklassigen Naturraum zu arbeiten.

In den naheliegenden Naturschutzgebieten sind wir ebenfalls vielbeschäftigt mit Räumungsarbeiten von Holzschlägen, Entstockungsarbeiten der invasiven Armenischen Brombeere oder Entbuschungsarbeiten in wertvollen Quellfluren.


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