Pflege der Naturschutzflächen in den Thurauen


Neophyten, Riedwiesen, Magerwiesen, Gewässer | Realisiert im November 2019 | Nordostschweiz

Im Zürcher Weinland, wo die Thur in den Rhein mündet, liegen die Thurauen. Mit einer Fläche von fast 400 Hektaren bilden sie das grösste Auengebiet des Schweizer Mittellands. Die Thurauen sind ein Auengebiet von nationaler Bedeutung, umfassen aber auch viele weitere, kleinere Naturschutzobjekte, die zu den nationalen Bundesinventaren gehören. Dazu zählen unter anderem zahlreiche Amphibienlaichgebiete oder Trockenwiesen und –weiden.

Im Auftrag der Kantonalen Naturschutzfachstelle führen wir die strategische Neophytenbekämpfung, sowie anfallende Pflege- und Aufwertungsarbeiten in diesen Gebieten durch. Dank periodischen Einsätzen über das ganze Jahr können Bestände von Goldruten (Solidago), Drüsigem Springkraut (Impatiens glandulifera), Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus) und Sommerflieder (Buddleja davidii) in Schach und aus den wertvollen Flächen gehalten werden. So wird Raum und Licht für unsere heimische Flora geschaffen, welche für Amphibien und Insekten überlebenswichtig sind und diese Gebiete deshalb so schützenswert machen.

Im Herbst steht dann vor allem die Pflege von Weihern und anderen Feuchtstandorten im Zentrum. Aufkommendes, junges Gehölz wird entfernt und sich ausbreitende Schilfbestände werden abschnittsweise gemäht. So werden die schützenswerten Habitate erhalten, welche Amphibien als Laichgewässer und Vögeln zum Schutz und Nestbau dienen. Dank unseres Einsatzes behalten die Naturschutzflächen in den Thurauen ihren ökologisch wertvollen Charakter und bleiben Refugien für unzählige Pflanzen und Tiere.


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