Einsatz im Naturpark Thal


Hecken & Feldgehölze, Wald | Realisiert im September 2011 | Naturnetz-Mobil

Zum zweiten Mal nach 2010 war ein Naturnetzteam währen vier Wochen im Naturpark Thal im Einsatz. Wie im Vorjahr fanden die Einsätze wochenweise in vier verschiedenen Gebieten statt. In der ersten Woche bestand unser Auftrag darin, eine Durchforstung in der Gemeinde Mümliswil vorzubereiten. Dafür wurden auf einer Waldrandlänge von 500 Metern alle Bäume und Sträucher bis 10 cm Durchmesser mit der Kettensäge auf den Stock gesetzt und zu grossen Haufen im Wald aufgeschichtet. Seltene und dornenreiche Arten wurden dabei geschont.

In der zweiten und dritten Woche arbeiteten wir auf dem Passwang und auf der „Runde Fluh“ in Gänsbrunnen. Der Forst hatte im letzten Winter einen Grossteil der unerwünschten Bäume (Fichten und Buchen) geschlagen. Wir mussten alle am Boden liegenden Äste zu Haufen aufschichten, um möglichst viel Bodenfläche freizulegen. Ziel in beiden Gebieten ist es, mehr Licht in den Wald zu bringen um seltene Pflanzen und Schmetterlingsarten zu erhalten und zu fördern.

Zum Abschluss waren wir in Welschenrohr unterhalb der Fluh im Einsatz. Dieses Gebiet wurde vor zehn Jahren durch den Forst aufgelichtet. Dabei wurde der Schuttkegel unterhalb der Fluh auf der gesamten Länge von zwei Kilometern durchforstet. Unsere Aufgabe bestand darin, die wieder aufkommenden schnellwüchsigen Arten wie Hasel, Eschen, Buchen und Fichten, welche den Felsschutt erneut zu beschatten begannen, auf den Stock zu setzen. Ziel dieser Massnahmen ist es, für Reptilien günstige Lebensräume zu erhalten. Neben der Blindschleiche, der Mauer- und Zauneidechse kam früher auch die Aspisviper im Gebiet vor.


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