Pflegeeinsatz Naturschutzgebiete Kanton Zug


Neophyten, Riedwiesen, Gewässer | Realisiert im Juli 2015 | Kloster Fahr

Einmal mehr wurde das Naturnetz im Juli 2015 vom Amt für Raumplanung des Kantons Zug beauftragt, die kantonalen Naturschutzgebiete zu unterhalten. In einem zweiwöchigen Einsatz arbeiteten die Zivis in ganz verschiedenen Naturschutzgebieten und erledigten dabei alle möglichen Unterhaltsarbeiten.

Ökologische Ausgleichsfläche Nordzufahrt, Gemeinde Baar

Beim Bau der Autobahn-Nordzufahrt in Baar wurde als Bestandteil des Bauprojekts eine ökologische Ausgleichsfläche erstellt. Diese neu angelegte Fläche muss in der Anfangsphase zielgerichtet unterhalten werden, so dass es sich in naher Zukunft zu einem wertvollen Biotop entwickeln kann. Die Hauptarbeiten lagen in der Neophytenbekämpfung und dem Mähen der Wiesen. Um die Wiesen in ihrer Entwicklung zu lenken, wurden ökologisch interessante Partien bewusst stehen gelassen, so dass diese Blütenpflanzen versamen können. Das Grüngut wurde grösstenteils vom Tiefbauamt entsorgt. Mit dem Rest wurden Schnittguthaufen als Eiablagestelle für die Ringelnatter erstellt.

Ausgleichsfläche Fahrendenplatz, Gemeinde Cham

Diese an einen Fahrenden-Standplatz angrenzende ökologische Ausgleichsfläche bietet eine Vielzahl von Lebensräumen für die verschiedensten Arten. Es gibt extensive Wiesen, Kleingewässer, Ruderalstandorte, Hecken, Feldgehölze und mehrere Kleinstruktur-Elemente. Aushängeschild für dieses Naturschutzgebiet ist das Vorkommen der Gelbbauchunke – einer in der Schweiz stark gefährdeten Amphibienart. Wie schon in der Ausgleichsfläche Nordzufahrt-Baar wurden vor allem die Neophyten bekämpft und die Wiesen rund um die Gewässer und Hecken gemäht.

Deponie Alznach, Gemeinde Risch

Naturnetz ist im Golfpark Holzhäusern mit der Neophytenbekämpfung beauftragt. Ein Teil der Deponie Alznach grenzt an den Golfpark und ist sehr stark von Neophyten bewachsen. Um die Gefahr der Versamung von Neophyten zu entschärfen, wurden die Neophytenbestände gemäht und zu Haufen aufgeschichtet. Da die Pflanzen vor der Blüte gemäht wurden, besteht keine Gefahr der Samennachreifung.

Weiher Mühlauerbrücke, Gemeinde Hünenberg

Am Ufer der Reuss gelegen, besteht dieses Naturschutzgebiet aus mehreren Tümpeln, Baumhecken und Extensivwiesen. Leider haben die Neophyten auch vor diesem Gebiet nicht Halt gemacht und die Zivigruppe war hauptsächlich damit beschäftigt das Einjährige Berufkraut zu jäten. Da die Pflanzen bei der Samenbildung schon weit fortgeschritten waren, wurden die Pflanzen in Abfallsäcke verstaut und direkt bei der Kerichtverbrennung entsorgt.

Zollweid, Gemeinde Hünenberg

Vor zwei Jahren wurde in dieser Waldparzelle des Kantons eine Auslichtung umgesetzt und Kleingewässer angelegt. Durch den erhöhten Lichteinfall hat sich in der Krautschicht ein Teppich von Brombeeren entwickelt. Die Brombeeren wurden durch eine Frühmahd zurückgedrängt und für 2016 ist geplant, diese Fläche durch eine Direktbegrünung in ihrer Entwicklung hin zu einer artenreichen Wiese zu unterstützen.

Blatten, Gemeinde Walchwil

Bereits im Vorfrühling waren Zivis in diesem Gebiet und haben den Lebensraum zugunsten der Schlingnatter aufgewertet. Dabei wurden überwucherte Steinstrukturen, Trockensteinmauern und Felsaufschlüsse freigelegt und neue Kleinstrukturen geschaffen. Um den erneuten Einwuchs durch die Brombeere zu verhindern, haben die Zivis mit der Motorsense die ökologisch interessanten Elemente wieder freigemäht. Diese können nun von der Tierwelt wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Durch die vielen kleinen Naturschutzgebiete entstand ein äusserst abwechslungsreicher Zivi-Einsatz bei tollsten Wetterbedingungen.


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