Schilfmahd Aegelsee


Riedwiesen | Realisiert im März 2012 | Kloster Fahr


Gar grauslige Geschichten erzählt man sich in der Umgebung über die Geschehnisse am „Ried Aegelsee“! Personen sollen des Nachts auf dem Nachhauseweg auf der durch (Un-) Tiefen und Grasbulten trügerischen, unübersichtlichen und sumpfähnlichen Oberfläche des „Sees“ überrascht, spurlos verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht sein. Auch der eine oder andere Bewirtschafter hat den doch kühnen Versuch, mit seinem Gefährt die Tragfähigkeit des „Schwimmrasens“ zu prüfen, nicht gerade mit seinem Leben, so doch mit einem versenkten Traktor bezahlt.


Doch der „Aegelsee“ bietet nicht nur Anlass für allerlei Schauergeschichten, sondern war auch Lebensraum für viele spezielle Pflanzenarten. Diese sind aber aufgrund insgesamt vernachlässigter Pflege und der daraus resultierenden Verschilfung und Verbuschung weitgehend verschwunden. Um der Verlandung des Sees und dem Nährstoffeintrag durch abgestorbenes Schilf entgegenzuwirken, bekam der Verein Naturnetz den Auftrag, einen grossen Teil der Schilfbestände zu mähen und das anfallende Mähgut aus dem Ried zu transportieren.

Damit uns der See nicht auch verschluckt, haben wir uns die extreme Kälte dieses Winters zu Nutze gemacht. Für die Zivis hiess das jedoch, auf die (klappernden) Zähne zu beissen. Doch sie haben nicht nur den garstigen Bedingungen mit argen Minustemperaturen und kräftiger Bise getrotzt, sondern auch während rund zweier Wochen mit großem Einsatz gemäht, gerecht und Schilf geschleppt. Auf der gefrorenen Wasserfläche boten sich optimale Bedingungen, um ohne nasse Füße zu mähen, einen grossen Teil sogar mit dem Balken. Für den Abtransport konnten wir gar unseren Raupendumper auf fast der ganzen Fläche einsetzen.


In der Nähe

Offene Stellen Jetzt bewerben!