Pilotprojekt Neophytenbekämpfung Reppischtal


Neophyten, Monitoring | Realisiert im August 2018 | Kloster Fahr

Seit 2017 werden im Zuge des Pilotprojekts «Gemeinsam gegen Neophyten» sämtliche verwilderten Bestände invasiver Neophyten im Reppischtal (Birmensdorf bis Hausen am Albis) entfernt. Dies mit dem Ziel, die Ausbreitung dieser gebietsfremden Pflanzen künftig mit wenig Aufwand unterdrücken zu können. Im zweiten Jahr der vierjährigen, intensiven Eindämmungsphase hat das Naturnetz mit Zivis und Asylsuchenden während insgesamt rund 8'000 Stunden Goldruten, Sommerflieder, Kirschlorbeer und Co. aus den Wiesen, Bahndämmen und Wäldern im Reppischtal gerupft, entstockt und entsorgt. Weitere rund 2'000 Stunden wurden durch andere Projektbeteiligte geleistet. Durch die wachsende Routine konnte die Qualität der Arbeiten gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden. Dabei wurde bereits in diesem Jahr deutlich, dass sich die Arbeit lohnt: Vielerorts hat sich der Aufwand beim Jäten verringert – ein Erfolg!

Im 2018 lag darüber hinaus ein Fokus auf den privaten Gärten, denn viele der invasiven, gebietsfremden Pflanzen galten vor einiger Zeit noch als beliebte Zierpflanzen. Heute wissen wir mehr über die Schattenseiten dieser oftmals prachtvollen Neophyten. Mit ihren Samen können sie auch ausserhalb der Gärten neue Bestände bilden und somit Kosten zulasten des Gemeinwesens verursa-
chen. Aus diesem Grund hat der Kanton in ausgewählten Quartieren Flyer mit der Bitte, problematische Bestände zu entfernen, an private Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer im Reppischtal verteilt.

Das Vier-Jahres Projekt geht nun ins dritte Jahr und wir sind motiviert, die noch vorhandenen und wieder aufkeimenden Restbestände der gebietsfremden Pflanzen im 2019 erneut zu stark zu reduzieren und eine Weiterausbreitung weitestgehend zu unterbinden - zu Gunsten der einheimischen Flora.


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