Pflegeeinsatz Biedermanngrube


Kleinstrukturen, Neophyten, Gewässer, Kiesgruben | Realisiert im Oktober 2014 | Naturnetz mobil

Die Biedermanngrube in Feldbrunnen bei Solothurn, ein ehemaliger Steinbruch, steht heute unter Naturschutz. Die wärmespeichernde Grube mitten im Wald bietet mit ihren besonnten Böschungen und verschiedenen Kleingewässern einen idealen Lebensraum für die in der Schweiz stark gefährdete Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans). Während als Laichgewässer unterschiedliche Gewässertypen mit Unterschlupfmöglichkeiten genutzt werden, stellt die Geburtshelferkröte weitaus höhere Ansprüche an den umliegenden Landlebensraum. So dienen beispielsweise offene und erodierende Böschungen mit lockerem Untergrund als Rückzugs- und Ruforte.

Da der Steinbruch heute nicht mehr genutzt wird, erobert die Vegetation zunehmends die offenen und besonnten Bereiche zurück. Mit einem dreitägigen Pflegeeinsatz im Herbst 2014 konnten wir dieser Tendenz entgegenwirken und das Naturschutzgebiet optimal auf die kommende Amphibiensaison vorbereiten.

Mittels Handarbeit haben wir dafür die gesamte Böschung von der Vegetation befreit und bestehende Steinstrukturen erweitert. Zusätzlich haben wir Teilflächen der vorhandenen Hochstaudenflur gemäht und das Schnittgut vor Ort zu Haufen aufgeschichtet. Um aus den verlandeten Stillgewässern wieder offene Wasserflächen zu schaffen, haben wir, mit Watstiefeln bekleidet, grosse Teile der Wasservegetation (Schilf, Rohrkolben, Binsen) entfernt. Da auch dieses Naturschutzgebiet nicht von der Besiedelung durch invasive Neophyten verschont wurde, haben wir auch diese manuell bekämpft.


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