Förderprogramm Wiesel Irchel - Weinland


Kleinstrukturen, Aufwertungskonzepte | Realisiert im Januar 2016 | Kloster Fahr

Das kleinste Raubtier der Welt lebt oft unbemerkt in den Wiesen vor unserer Haustür: Das Mauswiesel und das etwas grössere Hermelin haben sich auf die Mäusejagd spezialisiert und passen mit ihren langgestreckten Körpern und kurzen Beinen in die Mäusegänge. Mit ihrem grossen Hunger leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Schadensbegrenzung in der landwirtschaftlichen Produktion, denn Massenvermehrungen von Feld- und Schermäusen können beträchtliche Mehrkosten in Wiesen und Obstanlagen verursachen.

Wiesel sind nicht nur geschickte Räuber, sondern auch Beute von Greifvögeln, Füchsen, Katzen etc. Deshalb sind sie auf Strukturen wie Asthaufen, Trockenmauern, Buntbrachen und Hecken angewiesen, welche ihnen Deckung bieten und sie vor den wachsamen Augen ihrer Feinde schützen. Wiesel können der Landwirtschaft ihren unentgeltlichen Mäusebekämpfungs-Dienst also nur in einer gut vernetzten, deckungsreichen Landschaft erweisen. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und dem vermehrten Einsatz von grossen Maschinen verschwanden diese naturnahen Landschaftselemente nach und nach. Und mit ihnen auch die Bestände von Mauswiesel und Hermelin.

Der Verein Naturnetz setzt sich deshalb zusammen mit lokalen Akteuren aus Naturschutz, Jagd, Forst und Landwirtschaft im „Förderprogramm Wiesel Irchel – Weinland (Kt. ZH)“ dafür ein, Hermelin, Mauswiesel und Iltis auf einer Vernetzungsachse von Stadel nach Humlikon durch die Anlage von Strukturelementen und die ökologische Aufwertung der bestehenden Lebensräume zu fördern. Das „Förderprogramm Wiesel Irchel – Weinland“ ist Teil des Grossprojektes „Wiesellandschaft Schweiz“ von WIN Wieselnetz, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Schweiz von Ost nach West und von Nord nach Süd für die bedrohten Kleinkarnivoren wieder zu vernetzen und ihre Lebensräume aufzuwerten.

Hermelin, Mauswiesel und Iltis unterscheiden

In diesem PDF erfahren Sie, wie sie die Arten unterscheiden können.

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