Mahd Wiesen im Wehrenbachtobel


Riedwiesen, Magerwiesen | Realisiert im Oktober 2016 | Kloster Fahr

Das Wehrenbachtobel ist nicht nur ein wunderschönes Naherholungsgebiet, sondern auch ein ökologischer Hotspot der Stadt Zürich. Wasseramsel, Schwarzspecht, Gelbbauchunke, Ringelnatter und Brand-Knabenkraut sind unter anderem hier im Bachtobel sowie in den angrenzenden Wäldern und Hangrieden zu finden. Das Naturnetz ist regelmässig im Auftrag von Grün Stadt Zürich mit der Pflege und Aufwertung dieser Flächen beschäftigt. Die Waldlichtungen beim Pfadiweg betreuen wir schon seit einigen Jahren. Es handelt sich um zwei Wiesen, die ursprünglich landwirtschaftlich zur Heu- resp. Streuegewinnung genutzt wurden, sowie um den ehemaligen Zielhang des Schiessstands in der Rehalp. Bei der Sanierung des Zielhangs wurde eine sehr magere Ruderalfläche im Bereich des Kugelfangs angelegt und drei Teiche im unteren Teil der Fläche. Dadurch ist die Lichtung sehr strukturreich und insbesondere für Amphibien, Libellen und Glühwürmchen ein äusserst wertvoller Lebensraum.

Damit die Lichtungen nicht vom Wald zurückerobert werden, müssen sie ein- bis zweimal pro Jahr mit Balkenmäher und Freischneider gemäht werden. Dabei lassen die Zivis bei jedem Schnitt 10-15% der Vegetation stehen. So haben die auf der Fläche lebenden Kleintiere immer einen Rückzugsort und auch spät blühende Pflanzenarten haben eine Chance zur Vermehrung. Dies kommt zudem Honig- und vielen Wildbienenarten zugute, die auf ein konstantes Nektar- und Pollenangebot angewiesen sind. Das Schnittgut bleibt jeweils einige Tage liegen, damit allenfalls vorhandene Samen von den Samenständen abfallen und Insekten und andere Kleintiere von den geschnittenen in die geschonten Flächen übersiedeln können. Anschliessend wird das Heu von den Zivis zusammengerecht und in Zusammenarbeit mit einem lokalen Landwirt verwertet.


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