Lichter Wald Glatthalde


Wald | Realisiert im April 2012 | Kloster Fahr

"Steil" ist wohl die treffendste Charakterisierung der Arbeitsorte in den lichten Wäldern in der Nähe von Bülach. An der Glatthalde und im Gebiet Alte Burg war es für die Zivis oft schon eine Herausforderung, im Gelände das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Genau diese Steilheit ist aber auch der Grund dafür, dass der Boden hier besonders nährstoffarm ist und ideale Wachstumsbedingungen für seltene, lichtbedürftige Pflanzenarten herrschen. An einigen Stellen kommt sogar der Nagelfluhfels zum Vorschein.

In den vergangenen Jahren wurde deshalb die Baumschicht stark aufgelichtet. So kann sich mit der Zeit eine Krautschicht etablieren. Zuerst wuchsen aber vor allem Problemarten wie die Waldrebe oder Eschen- und Buchen-Jungwuchs. Diese wurden von den Naturnetz-Zivis in einem mehrtägigen Einsatz mit Kreuzhaue und Pickel mitsamt dem Wurzelwerk entfernt.

Die steilen lichten Wäldern fügen sich im Raum Bülach in ein Netz von wertvollen Lebensräumen ein: Im Tal fliesst die stellenweise renaturierte Glatt und oberhalb des Hangs befindet sich die Bahnstrecke Bülach-Eglisau mit blumenreichen Wiesenböschungen. Dadurch dient die Glatthalde beispielsweise für Reptilien als Verbindungskorridor zwischen den verschiedenen Lebensräumen.


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