Trockenmauer Parc Ela (Bivio) 2014


Trockenmauern | Realisiert im August 2014 | Graubünden

Der Septimerpass war mindestens seit der Römerzeit einer der wichtigsten Alpenübergänge. Heute stellt er eine beliebte Wanderroute durch intakte Natur dar und bildet das Herzstück des Weitwanderweges «Via Sett». Zahlreiche Trockenmauern säumen den zum Teil gepflästerten Weg. Doch auch hier sind viele der historischen Bauwerke am zerfallen. Oberhalb von Bivio, auf gut 2000 Metern über Meer haben Zivigruppen während drei Wochen 90 Laufmeter einer freistehenden Trockenmauer saniert.

In der zweiten Woche unterstützten uns tageweise einige Schüler einer Sekundarschulklasse als Teil ihres Parc Ela Natureinsatzes, so dass die Zivis auf einmal zu Trockenmauer-Instruktoren wurden. Um das ursprüngliche, mit der Landschaft verwachsene Mauerbild wieder herzustellen, bauten wir fast ausschliesslich mit den bereits vorhandenen Steinen und unterliessen aus optischen Gründen die Bearbeitung der sichtbaren Flächen.

Beim Abbau der alten Mauern sind mehrmals von den Vibrationen aufgescheuchte Schlangen davongeschlichen. In den schon in den letzten Jahren sanierten Abschnitten haben sich bereits Waldeidechsen angesiedelt. Die Mauer trennt hier Weide- von Wiesenfläche und hilft den Hirten ihr Vieh auf die Alpweiden in Richtung Pass zu treiben. Die wunderbar magere und artenreiche Wiese auf der vom Weg abgewandten Mauerseite war Mitte Juni in voller Blüte. Trotz intensivem Regen in der dritten Woche hatten wir einen wunderschöner Arbeitsplatz und wir konnten eine weitere Trockenmauer im Parc Ela erfolgreich erneuern. Einige Wanderer hatten bereits während der Bauphase ihre Freude an diesem Bauwerk und den strammen Zivis!


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