Trockenmauer im Familiengarten


Trockenmauern, Natur im Siedlungsraum | Realisiert im Februar 2013 | Kloster Fahr

Im Gartenareal des Familiengartenverein Zürich Wipkingen konnte das Naturnetz Anfang 2013 verschiedene Stützmauern aus Sandstein bauen.

Familiengärten sind durch ihre kleinräumige Struktur mit vielen Bäumen, Sträuchern, Holz- und Laubhaufen für die einheimische Flora und Fauna sehr wertvoll. In einzelnen Familiengärten wurden aber früher die Stützmauern aus ausgedienten Eisenbahnschwellen gebaut, da diese billig und langlebig waren. Die in den Schwellen enthalten Teeröle sind aber giftig und treten mit der Zeit langsam aus. Deshalb hat sich der Familiengartenverein entschieden, die Stützmauern aus Eisenbahnschwellen zu entfernen und durch Trockensteinmauern zu ersetzen.

Wir entfernten die Schwellen fachmännisch und liessen diese durch ein spezialisiertes Unternehmen entsorgen. Da die Wege zu den Gärten sehr schmal sind, konnten keine Maschinen eingesetzt werden und wir mussten alles mit Karretten von Hand transportieren. Nachdem die Bahnschwellen entfernt waren, konnten wir mit dem Bau der Trockensteinmauern beginnen. Als erstes erstellten wir ein Fundament aus Kies. Danach begann für die Zivis die interessante Arbeit. Mit Meissel und Hammer bearbeiteten die Zivis jeden einzelnen Stein um diesen in die Mauer einzupassen. Trotz Schnee und eisiger Kälte hatten die Zivis viel Freude an diesem alten Handwerk.

Am Schluss entstanden wunderschöne Mauern, welche auch Tieren einen willkommenen Unterschlupf anbieten, da wir speziell für Eidechsen und Blindschleichen Spalten und Eingänge angelegt haben. Auch für Wiesel bauten wir Gänge mit dahinter liegenden Höhlen.


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