Lebensraum für Auerwild


Hecken & Feldgehölze, Wald | Realisiert im Juni 2012 | Kloster Fahr

Während einer Woche entbuschte eine Gruppe Zivis eine ehemalige Weide in Steinen bei Wila. Ein kleines, abgelegenes Seitental im tiefen Zürcher Oberland zeigt optimale Bedingungen für die potentielle Ansiedelung von Raufusshühnern, insbesondere Auerhühnern. Diese mögen ungestörten, lichten Mischwald mit hohem Nadelholzanteil und stufigen Waldrändern. Auch offene Flächen mit solitären Bäumen und Strauchgruppen sind erwünscht. Ein Lebensraum, der auch vielen anderen seltenen Arten entspricht.

Die Weide, zuhinterst im Tal gelegen, könnte ruhiger gar nicht sein. Da sie seit einigen Jahren aber nicht mehr als Weide benutzt wurde, verbuschte sie allmählich zu einem dichtem Bergahorn-Eschen-Dschungel. Dieser wuchs inzwischen fast flächendeckend und an manchen Stellen über drei Meter hoch. Die Ahorne waren zwar grossteils vom Rotwild verbissen und im Wachstum stark gehemmt. Die Eschen hingegen wucherten ungebremst. Um sie nachhaltig zu entfernen, rissen wir sie mitsamt den Wurzeln mit Strauchzwingen, Kreuzpickeln und einem Habegger-Seilzug aus und schichteten sie als Unterschlupf für Kleintiere auf Haufen. Einzelne Fichten, Wildrosen und andere Wildsträucher liessen wir stehen. Diese stellen wertvolle Verstecke und Nahrungsquellen dar.

Um ein erneutes Zuwachsen der entbuschten Fläche zu verhindern, ist eine regelmässige Beweidung in kurzen Perioden geplant. Je nach Erfolg werden Esel, Schafe, Geissen oder eine Kombination dieser Tiere eingesetzt.


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