Aufwertung Heuacher Langnau am Albis


Natur im Siedlungsraum, Kleinstrukturen | Realisiert im Mai 2012 | Kloster Fahr

Die ehemalige Spinnerei Langnau am Albis liegt direkt an der Sihl. Im Jahr 1983 hat die Verwaltung beschlossen, die Garn-Produktion einzustellen und es entstand das heutige Gewerbezentrum „Spinnererei-Areal“. In einem Gewölbe unter dem denkmalgeschützten Fabrikgebäude und parallel zur Sihl verläuft noch immer ein Kanal – der sogenannte Heuacher - in welchem das Wasser der Sihl bis zur Stilllegung der Fabrik die Turbinen antrieb. In den letzten drei Jahrzehnten ist in diesem Kanal ein für die Natur wertvolles Biotop entstanden. Noch immer befindet sich Restwasser im Gewölbe unter der Spinnerei und in den ersten 50 Metern im Heuacher. Neben verschiedenen feuchtigkeitsliebenden Pflanzenarten schätzen Amphibien und Libellen, aber auch Reptilien und Kleinsäuger den geschützten Lebensraum.

In den letzten Jahren ist der Kanal mehr und mehr unter einer dichten Brombeerhecke verschwunden, an den Kanalwänden wuchsen Weiden, Haseln und Eschen in grosser Zahl, und zum Ärger von Spaziergängern, Anwohnern und der Spinnerei-Verwaltung wurde der Graben regelmässig als Mülldeponie missbraucht.

Eine Gruppe von Zivildienstleistenden hat nun während zwei Tagen die südexponierte Kanalwand ausgelichtet und vorkommende Neophyten gänzlich entfernt. Die alten Mauerreste des Heuackers wurden freigelegt, so dass wieder zahlreiche Sonnenplätze für Reptilien entstanden sind. 820 kg Müll und rund 1 Tonne Grünmaterial wurden fachgerecht entsorgt. Zu den natürlicherweise vorkommenden Wildrosen sollen im Herbst 2012 zusätzlich einheimische und blütenreiche Sträucher gepflanzt werden. Das Highlight bei der recht anspruchsvollen Arbeit am Hang war die Beobachtung einer jungen Ringelnatter und einer Blindschleiche in den Steinstrukturen. Sie beide werden von den gemachten Arbeiten profitieren.


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