Zaunbau Scheidner Halde


Wiesen, Hecken & Feldgehölze, Magerwiesen, Wald | Realisiert im April 2012 | Graubünden

Im Auftrag von Pro Natura Graubünden bauten wir einen Weidezaun in der Scheidner Halde. Das Gebiet liegt in einem steilen Südhang östlich von Rothenbrunnen, wo ein lichter Föhrenwald mit einem mageren Unterwuchs von beachtlicher Vielfalt der prallen Sonne trotzt. Pro Natura hat dieses schützenswerte Gebiet gepachtet und lässt es, um der Verbuschung vorzubeugen und somit die Artenvielfalt zu erhalten, regelmässig beweiden. Um diese Beweidung zu optimieren, wechselte Pro Natura die Tiere, die auf die Weide gelassen werden. Neu sind es Dexter Rinder von einem nahegelegenen Bauernhof, welche die Weide weniger selektiv abfressen sollen und zudem robust und geländegängig sind - Eigenschaften, die es in diesem Hang braucht, wie wir selbst feststellen konnten!

Drei Tage hatten wir Zeit um auf einigen hundert Metern Kastanien- und Lärchenholzpfosten einzuschlagen und mit Isolatoren und Elektrokabeln auszustatten. Als wir früher fertig waren als geplant, befreiten wir die offenen Partien der Waldweide von rumliegendem Totholz, damit die Rinder flächendeckender grasen können und um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Wir schafften das wertvolle Totholz allerdings nicht weg, sondern deponierten es auf Haufen, damit die im Totholz lebenden Tiere weiterhin davon profitieren können. Kurz nach unserem Einsatz wurden die Rinder bereits das erste Mal auf ihre neue Weide gelassen. Es ist ein wunderschöner Ort für ebenso schöne Tiere und ein gutes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.


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