Unterhalt Teich Kiesgrube Brand


Gewässerbau, Gewässer, Kiesgruben | Realisiert im August 2014 | Kloster Fahr

Die Lebensweise der Geburtshelferkröte ist einzigartig. Während Wochen trägt der Krötenvater die Eier mit sich rum. Sind die Kaulquappen schlupfbereit, liefert er sie am Gewässer ab. Nach der Umwandlung verbringen die ausgewachsenen Geburtshelferkröten den Rest ihres Lebens an Land. Sie siedeln sich deshalb nur dort an, wo sie nahe am Gewässer auch einen besonnten Landlebensraum mit Unterschlupfmöglichkeiten finden.

Die Verbuschung und die damit einhergehende Beschattung des Landlebensraumes, der Verlust von Unterschlupfstrukturen und geeigneter Gewässer führten zu einem dramatischen Rückgang dieser Art in der Schweiz. In der Kiesgrube Brand auf dem Gemeindegebiet Regensdorf wurde deshalb speziell für die Geburtshelferkröte ein künstlicher Teich erstellt, da in der Umgebung die natürlichen Lebensräume weitgehend verschwunden sind.

Der Pflegeinsatz vom Naturnetz hatte vor allem Eines zum Ziel: Die Beschattung zu reduzieren und somit den bevorzugten Landlebensraum der Geburtshelferkröte wieder herzustellen. Die Umgebung des Teiches war vor allem von Sommerflieder, einem schnellwachsenden Neophyt, bewachsen. Dieser musste nun rigoros entfernt werden. Während die kleineren Sträucher mit Pickel, Strauchzwinge und Muskelkraft entfernt wurden, mussten wir bei den grösseren Exemplaren die Motorseilwinde zur Hilfe nehmen. Mit einer Zugkraft von 1 Tonne war es uns möglich, die grossen Fliederbüsche samt ihren Wurzeln aus dem Boden zu reissen. Ein wirklich gelungener und notwendiger Einsatz, wenn man die Besonnung des Teiches vor und nach der Pflege miteinander vergleicht.


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