Spezialteiche für die Kreuzkröte


Gewässerbau | Realisiert im Februar 2014 | Nordwestschweiz

Im Rahmen des „Kreuzkrötenförderprojektes Leimental“ wurde das Naturnetz beauftragt, zwei Spezialteiche in Oberwil zu bauen.

Die Kreuzkröte gilt bei den Amphibien als ausgeprägte Pionierart. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie Weiher und Pfützen gleich nach deren Entstehung auffindet und sich darin erfolgreich fortpflanzt. Doch in etwas älteren Gewässern kann sie sich aufgrund des Feinddruckes nicht halten.

Um diese Art erfolgreich zu fördern, müssen deshalb die angebotenen Laichgewässer diese Ansprüche erfüllen. Dies kann mit Teichen, die durch einen künstlichen Abfluss zu bestimmten Zeiten trockengelegt werden können, erreicht werden. Damit wird möglichen Konkurrenten und Feinden, die permanente, grössere Laichgewässer brauchen, die Möglichkeit verbaut, diese zu besiedeln und darin abzulaichen.

Während einer traumhaften Woche Mitte Februar baute eine Zivigruppe des Naturnetzes zwei mit Kautschukfolie abgedichtete Teiche. Nach dem nötigen Aushub mit Bagger verlegten wir als erstes den Abfluss und die Teichfolie. Danach gestalteten wir den Teichboden und den Uferbereich mit unterschiedlichen Materialien wie Gelbkies, Bollensteinen, Kalkmannsteinen und Wurzelstöcken. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf Unterschlüpfe gelegt, damit sich sowohl die Kaulquappen, die frisch metamorphierten Kröten als auch die Adulttiere gut vor Fressfeinden verstecken können. Neben der Kreuzkröte werden hoffentlich auch weitere Amphibienarten wie die Gelbbauchunke und der Laubfrosch von den getroffenen Massnahmen profitieren.

Die kommende Laichsaison wird uns zeigen, ob sich unser Einsatz gelohnt hat und wir dem Ziel, die Kreuzkröte in Oberwil zu fördern, einen ersten Schritt näher gekommen sind.


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