Trockenmauerbau Hebleren Schwyz


Trockenmauern | Realisiert im Oktober 2013 | Naturnetz mobil

Im Oktober 2013 restaurierte das Naturnetz im Auftrag der Stiftung Zingel zwei Wochen lang eine Trockenmauer in Seewen SZ. Der örtliche Forstbetrieb hatte im Vorfeld bereits den Waldrand zurückgeschnitten, so dass ein stufiger Übergang zwischen Wald und Weide entstand. Solche Übergangsstrukturen zwischen verschiedenen Lebensräumen sind besonders artenreich, da sie auf kleinem Raum eine grosse Vielfalt an unterschiedlichen Habitaten für Tiere und Pflanzen aufweisen. Dazu sollte auch die alte Trockenmauer entlang des Waldrands gehören.

Eschen, Haseln und andere Gehölze, die in der Mauer Wurzeln geschlagen hatten, haben sie über die Jahre in einen losen Steinhaufen verwandelt. In einem ersten Schritt mussten wir deshalb mithilfe eines Schreitbaggers die Steine und Wurzelstöcke entfernen und ein sauberes Fundament graben. Danach verlegte der Bagger die grössten, oft mehrere hundert Kilo schweren Steine als Fundament für die neue Mauer. Darauf konnten wir dann mit den verbliebenen kleineren Steinen aufbauen. Als Abschluss sollten zuletzt wieder grosse, mit Muskelkraft kaum bewegbare Decksteine auf die Mauer kommen. Da dies nur mit dem Bagger möglich war "deckten" wir unsere Mauer im Verlauf der Arbeit nur virtuell: Wir bestimmten für jeden Mauerabschnitt den zu verwendenen Deckstein, vermassen ihn und bereiteten das vorgesehene Mauerstück so vor, dass er genau darauf passen würde. Am Ende musste der Baggerführer das Puzzle aus nummerierten Decksteinen und mit entsprechenden Nummern und Decksteinumrissen markierten Mauerabschnitten nur noch zusammensetzen.


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