Aufwertung des ehemaligen Steinbruchs an der Winzerstrasse


Natur im Siedlungsraum | Realisiert im November 2018 | Kloster Fahr

Früher, als der Transport von Baumaterial noch schwierig und aufwändig war, wurden Bausteine oft in der Nähe der Baustelle in kleinen Steinbrüchen gewonnen. Die meisten von ihnen sind heute stillgelegt und werden von der Natur zurückerobert. Das ist aus naturschützerischer Sicht nicht immer wünschenswert: Offene Felspartien und Rutschhänge mit spärlicher Vegetation sind gerade im Mittelland äusserst selten gewordene Lebensräume für darauf spezialisierte Arten wie Mauerpfeffer oder Zauneidechse.

Ein solcher kleiner Steinbruch findet sich auch in Höngg an der Winzerstrasse. Die Parzelle ist jedoch stark verbuscht, da die Pflege der steilen Fläche schwierig und aufwändig ist. Ein perfekte Aufgabe für die Zivis vom Naturnetz, die sich Arbeit in schwierigem Gelände gewohnt sind. In mehreren Einsätzen im Frühjahr und Herbst kletterten sie auf der steilen Fläche herum und entfernten mit Kreuzhaue und Habegger-Seilzug Brombeeren und aufgekommene Gehölze. Die wenigen grösseren Bäume sowie einige ökologisch wertvolle Gehölze wie Weissdorn und Wildrosen liessen sie dagegen stehen. Die Felspartien legten sie frei, damit diese den Eidechsen wieder als Sonnenstube dienen kann. Die Arbeit hat sich gelohnt: Der ehemalige Steinbruch ist nun wieder ein kleiner ökologischer Hotspot mitten in der Stadt! Wir sind gespannt, wie er sich in Zukunft entwickeln wird.


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