Mahd und Gehölzpflege als Hochwasserschutz


Kleinstrukturen, Neophyten, Magerwiesen, Gewässer | Realisiert im Oktober 2014 | Nordwestschweiz

Verklausungen (Ansammlung von Treibgut und dadurch Behinderung des Wasserabflusses) führen bei Starkniederschlagsereignissen immer wieder zu Überschwemmungen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat sich die Stadt Porrentruy im Jahr 2012 dazu entschlossen, ein Hochwasserschutzprojekt entlang der Fliessgewässer zu lancieren. So durften wir vom Verein Naturnetz in diesem Herbst 2014 bereits zum dritten Mal im Auftrag der Stadt Porrentruy einen Pflegeeinsatz am Fluss Allaine durchführen.

In der ersten Woche des dreiwöchigen Einsatzes haben wir eine Nachkontrolle an den bereits in den Jahren zuvor bearbeiteten Gewässerabschnitten durchgeführt. Dafür haben wir durchgehend den ersten Meter des Uferbereiches von der vorhandenen Vegetation befreit. Sträucher und grössere Gehölze haben wir möglichst nahe am Boden abgesägt, um allfälligem Treibgut keine Angriffsfläche zu bieten.

Die restlichen beiden Wochen haben wir an einem Flussabschnitt mitten im Stadtzentrum gearbeitet. In diesem Bereich haben wir vor allem Böschungen gemäht und kleinere Gehölze, welche das Flussbett beeinträchtigten, zurückgeschnitten. Eingewachsene Kleinstrukturen wie Stein- und Asthaufen haben wir dabei freigeschnitten, so dass diese wieder besonnt werden.

Die Arbeiten gestalteten sich nicht immer als ganz einfach und verlangten Einiges an Improvisationskunst. So mussten Mäharbeiten teilweise auf schmalen Mauern durchgeführt und das Schnittgut mittels Watstiefeln durch den Fluss abtransportiert werden. Das durch unsere Arbeiten angefallene Grüngut konnten wir in einer regionalen Kompostieranlage entsorgen.

Zusätzlich zu den Forst- und Mäharbeiten haben wir die stellenweise auftretenden invasiven Neophyten bekämpft. Insbesondere waren dies Bestände des Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) und des Japanischen Staudenknöterichs (Reynoutria japonica).


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