Kiesgrube Mülibach Neophyten und Unterhalt


Kiesgruben | Realisiert im Juni 2018 | Kloster Fahr

Die nach dem Kiesabbau renaturierte Fläche in der Kiesgrube Mülibach ist im Bundesinventar der Amphibienlaichgebeite von nationaler Bedeutung eingetragen. Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten Artengruppen. Rund 70 Prozent aller Amphibienarten in der Schweiz befinden sich auf der Roten Liste. Es besteht also dringend Handlungsbedarf! Durch den Schutz dieser Laichgebiete auf Bundesebene, sollen die inventarisierten Biotope langfristig erhalten bleiben - damit verbunden auch die nachgewiesenen Arten.

Zentrum der renaturierten Fläche in der Kiesgrube Mülibach sind mehrere kleine und grössere Laichgewässer, welche durch die Zivis von Naturnetz unterhalten werden. Damit diese Teiche langfristig als Laichgewässer für Amphibien erhalten bleiben, müssen die Gewässer von dem "Verschilfen" bewahrt werden. Konkret heisst das, dass das aufkommende Schilf zweimal im Jahr gemäht werden muss. So können dichte Schilfbestände verhindert werden und die Teiche bewahren ihren offenen Charakter. Während die einen Zivis das Schilf gemäht haben, waren die anderen Zivis mit der Neophytenbekämpfung beschäftigt - auch eine wichtige und unumgängliche Aufgabe.

Doch bei den Renaturierungsarbeiten in der Kiesgrube wurden nicht nur "nasse" Bereiche, sondern auch Trockenstandorte (Magerwiesen) geschaffen. Auch diese bedürfen einem Unterhalt um langfristig erhalten zu bleiben - auch diese werden zweimal im Jahr gemäht. So tauschten die Zivis die Gummistiefel gegen Wanderschuhe und packten bei heissem Sommerwetter mit an! Das geschnittene und trockene Gras wurde zusammengerecht und für den Bauer zum Abtransport vorbereitet. Nach einem letzten Einsatz im November, bei dem Hecken und Gehölze gepflegt wurden, ist die Kiesgrube von seitens Naturnetz in die Winterruhe geschickt worden. Es kann nur darauf gehofft werden, dass es im Winter genügend regnet und die ausgetrockneten Teiche für die Amphibien wieder auffüllt.


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