Amphibienweiher Maienried


Gewässerbau, Natur im Siedlungsraum, Arealgestaltung, Gewässer | Realisiert im November 2010 | Kloster Fahr

Bereits 2009 erstellte das Naturnetz ein neues Laichgewässer für die Geburtshelferkröte im kommunalen Naturschutzgebiet Maienried in Winterthur. Bereits wenige Wochen nach dem Bau schwammen die ersten Kaulquappen im neu geschaffenen Weiher. Nachdem die Amphibien ihr neues Laichgewässer akzeptiert hatten, war der Weg frei für die komplette Sanierung des alten Laichgewässers, welche das Naturnetz ‐ zusammen mit der Stadtgärtnerei Winterthur ‐ im letzten Jahr in Angriff genommen hat.

Dieser Weiher war in den letzten Jahren so stark aufgelandet, dass gar keine offene Wasserfläche mehr vorhanden war. Zudem war die alte Betonhülle undicht, so dass der Wasserstand meistens auf einem ungünstig tiefen Niveau war. Als einzige Lösung blieb somit eine Totalsanierung. Zum Schutz der Wasserlebewesen und allfällig vorhandenen Geburtshelferkröten‐Kaulquappen wurde das Wasser langsam abgelassen und sämtliche Tiere mit Netzen abgefischt. Dank dieser Vorsichtsmassnahme konnten mehrere Dutzend Kaulquappen gerettet und ins neue Gewässer umgesiedelt werden.

Die eigentlichen Arbeiten am Betonweiher waren beschwerlich: Zuerst musste der Schlamm auf der gesamten Weiherfläche entfernt werden ‐ und dies ohne maschinelle Unterstützung, sondern nur mit Schaufel und Schubkarre. Da die Betonhülle nicht zu reparieren war, wurde der Weiher neu mit einer Folie ausgekleidet. Auf die Folie wurde Wandkies geschüttet. Wandkies hat den Vorteil, dass es nur wenige Nährstoffe enthält, so dass das Pflanzenwachstum nicht ganz so schnell ist wie beispielsweise auf einem humusreichen Substrat.

Um die nötigen Pflegearbeiten in künftigen Jahren zu erleichtern, wurde ein Ablass eingebaut. Dazu mussten die Zivis einen fast zwei Meter tiefen Graben für das Abflussrohr ausheben! In Zukunft kann das Wasser einfach abgelassen werden, beispielsweise um eine Entschlammung oder Entkrautung durchzuführen. Der grosse Aufwand wird sich also bezahlt machen!


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