Im Rahmen des Baus eines Kunstrasen-Fussballplatzes für die Gemeinde Schlieren durfte das Naturnetz die Einfassung neu gestalten. Da durch den Bau eine alte Hecke gerodet werden musste, war die Bauherrschaft verpflichtet, Ersatzmassnahmen zu leisten.

Entlang der Westseite des Platzes pflanzte eine Gruppe des Naturnetzes auf einer Länge von 80 Metern eine Wildhecke aus einheimischen Sträuchern und Bäumen. Damit die Hecke schon in jungen Jahren Deckung bietet, legten wir mehrere Totholzhaufen an. Auf der Nordseite kamen grosse Maschinen zum Einsatz: Mit Bagger und Traktor wurde auf einem Grossteil der Fläche der Oberboden abgetragen und durch Wandkies, Sand und grossen Bollensteinen ersetzt. Ziel dieser Massnahme war es, in dieser stark genutzten und nährstoffreichen Umgebung einen mageren, trockenen Standort zu schaffen. Solche Bedingungen bieten einer grossen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Mit den Bollensteinen und Wurzelstöcken legten die Zivis Kleinstrukturen für unterschiedliche Kleintiere an. Durch Einsaaten von verschiedenen Samenmischungen (Ruderalflora, Wildblumenwiese, Krautsaum) und der Pflanzung von Wildstauden und trocken- und wärmeliebenden Straucharten konnten wir die Fläche noch mehr bereichern.

All diese Massnahmen tragen auch zur Vernetzung in dieser stark überbauten und ausgeräumten Landschaft bei.


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