Aufwertung Reservoir Hulmen


Heckenpflanzung, Natur im Siedlungsraum, Arealgestaltung | Realisiert im April 2013 | Kloster Fahr

Als weiteres hochkarätiges Mosaiksteinchen fügt sich das neue Reservoir Hulmen ins Netzwerk wertvoller Lebensräume der Stadt Winterthur. Wo sich früher eine artenarme Fettwiese befand, gurgelt heute im Untergrund Trinkwasser für Winterthur in riesigen Kavernen und tummeln sich Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen auf seltenen Magerwiesenpflanzen und Gehölzen.

Anstatt wie vielerorts üblich das Areal nach Abschluss der Bauarbeiten aufzuhumusieren und zu begrünen, beschloss Stadtwerk Winterthur den Schwerpunkt auf die Artenvielfalt zu setzen. Auf eine nährstoffreiche Humusierung wurde deshalb bewusst verzichtet. Rechtzeitig vor Begin der Vegetationsperiode bereitete ein Zivi-Team vom Naturnetz das Areal entsprechend vor: Der schwere, lehmige Boden musste einerseits vor Erosion geschützt werden und gleichzeitig für die Ansaat und Bepflanzung vorbereitet werden. Der Feinplanie folgte das Ausbringen biologisch abbaubarer Erosionsschutznetze aus Jute. Zusätzlich zur Ansaat einer blumenreichen Magerwiese wurden an der steilen Südostflanke seltene, dornenreiche Sträucher gepflanzt. Um dem Standort einen kleinen «Kickstart» zu geben wurden zudem noch mehrere Dutzend seltene Wildstauden eingepflanzt. Angesät hätten diese sonst frühestens im zweiten Jahr geblüht. Der Standort präsentierte sich somit schon im nach wenigen Wochen als farbige Oase für Schmetterlinge und andere Blütenbesucher. Eine Infotafel zu den Besonderheiten dieses Magerwiesenstandortes informiert zudem interessierte Spaziergänger über die Besonderheiten dieses Lebensraumes.


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