Ufergehölzpflege in Porrentruy


Gewässer | Realisiert im November 2012 | Naturnetz mobil

Die Gemeinde Porrentruy liess uns während zwei Wochen Holzerarbeiten an drei verschiedenen Bachläufen in und um die Stadt ausführen. Einer der Abschnitte war ein renaturierter kleiner Bach, an dessen von Wiesen und Sträuchern gesäumten Ufern wir verschiedenen Weidenarten, Erlen und anderen Wildgehölzen mit einem Rückschnitt eine kompakte Form gaben. Daran finden einerseits die Vögel Gefallen, die in dichten, gedrungenen Sträuchern Nist- und Versteckmöglichkeiten finden. Anderseits bleibt an Sträuchern ohne lange, übers Wasser ragende Äste vom Hochwasser angeschwemmtes Material weniger hängen. So werden Rückstaus verhindert, die das Wasser über die Ufer treten lassen.

Die zwei anderen Arbeitsorte waren an Abschnitten der Allaine vor und in der Stadt. Als grösster, durch die Stadt fliessender Bach hat die Allaine im Hochwasserschutz von Porrentruy eine zentrale Bedeutung. Wieder schnitten wir Gehölze entlang des Wassers zurück, welche mit ihren ausladenden über und ins Wasser ragenden Ästen eine Gefahr darstellten. Der Abschnitt vor der Stadt war dermassen zugewachsen, dass sich die Krone der Bäume links und rechts vom Bach grösstenteils zusammen schloss. Durch den Rückschnitt gelangt mehr Licht auf den Boden, was lichtbedürftige und niedrigwüchsige Arten begünstigt und damit die Artenvielfalt in den von Weiden dominierten Ufern fördert.

Zwar hat ein dichter Dschungel, wie wir ihn vorgefunden haben auch seinen Reiz und ökologischen Wert, doch bleibt dieser neben den ausgelichteten Uferstreifen weiter bestehen. Unter dem Strich wurde somit nebst der gesteigerten Sicherheit vor Hochwasser auch ein ökologischer Mehrwert geschaffen.


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