Pflegearbeiten Rebberg Hasleren Weiningen


Arealgestaltung, Kleinstrukturen, Magerwiesen | Realisiert im Juni 2017 | Kloster Fahr

Der Rebberg Hasleren in Weiningen war vor wenigen Jahren noch ein brachliegender Weinberg. Die Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich konnte diese Rebparzelle aufkaufen, mit dem Ziel das verbuschte Landstück in eine strukturreiche Magerwiese umzunutzen. Denn schon heute ist sie Lebensraum von Zauneidechse und Schlingnatter und würde durch die drohende Verbuschung nicht mehr lange als Lebensraum dieser zwei seltenen Arten dienen. Bereits seit fünf Jahren wird die Fläche durch das Naturnetz und seinen Zivis gepflegt und aufgewertet. Sei es durch Neophytenbekämpfung, Entbuschungsarbeiten oder das Anlegen von Kleinstrukturen.

Dieses Jahr ist man der oben genannten Umnutzung einen grossen Schritt näher gekommen. Da sich auf einem Grossteil der Fläche durch das Brachliegen eine artenarme Vegetation eingestellt hat, wurde entschieden, diesen Teil im Vorjahr umzuackern. Dabei wurde die Terassierung eingeebnet, was die Bewirtschaftung um einiges vereinfachte. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde von einer Spenderwiese in der Region eine Direktbegrünung durchgeführt. Das heisst, es wurde von einer artenreichen Wiese das Heu und dessen Samen auf dem Rebberg verteilt. Die Wiese hat sich sehr gut entwickelt und beherbergt bereits im zweiten Jahr eine Vielzahl an Blütenpflanzen. Enorm wichtig war bei dieser Umsetzung, dass die Neophyten beim ersten Aufkommen bereits bekämpft wurden. Zivi sei Dank ist dies gelungen! Denn auf der neu angelegten Fläche hat es aufgrund der genauen Neophytenbekämpfung der Zivis kaum noch Neophyten, während sich auf den unangetasteten Flächen noch unzählige Berufkräuter tummeln. In den nächsten Jahren ist geplant, auch diese Flächen umzunutzen, jedoch muss bis dahin verhindert werden, dass die Neophyten versamen und auf die neue Fläche gelangen. Da ein Jäten enorm viel Ressourcen einnehmen würde, hat man sich zusammen mit dem Gebietsbetreuer auf einen etwas pragmatischeren Ansatz geeinigt. Die Wiese wird mehrmals im Jahr gemäht und das Grüngut direkt entsorgt. So können die Berufkräter nicht versamen und man spart dabei noch Zeit und Geld. Als Lohn für die gesamte Arbeit konnten wir zu guter Letzt noch eine Zauneidechse beim Sonnenbad beobachten. Die ganze Arbeit hat sich also gelohnt!


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