Mäheinsatz Langgraben


Neophyten, Magerwiesen | Realisiert im November 2014 | Nordostschweiz

Bahnstrecken führen nicht nur von A nach B. Sie bieten auch wichtige Lebensräume und Rückzugsgebiete für viele Pflanzen und Tiere. Im Kanton Zürich sind dies vor allem Bahndämme-und einschnitte, welche trockenwarme, meist südexponierte, Wiesenstandorte beherbergen.Damit diese wertvollen Wiesen als Lebensraum für seltene Pflanzen erhalten bleiben und um eine Verbuschung zu verhindern, müssen sie regelmässig gemäht werden. Neophytendruck zum Einen und die Bedürfnisse seltener Pflanzenarten wie der Bocksriemenzunge zum Anderen machen es erforderlich, dass bestimmte Flächen mehrfach, bestimmte Flächen nur einmal im Jahr gemäht werden müssen.

Im Zürcher Unterland waren wir in dieser Angelegenheit mit den Zivildienstleistenden vom Naturnetz auch im Jahr 2014 im Bereich Langgraben und Vogelsang unterwegs, um die Pflege der Wiesen zu gewährleisten.So absolvierten wir mehrere Durchgänge um Neophyten wie das einjährige Berufskraut und Goldruten zu bekämpfen.

Der hauptsächliche Arbeitsaufwand bestand aber in der Mahd der Böschungen.Da die Flächen sehr steil sind, stellt uns diese Arbeit immer wieder vor eine grosse Herausforderung und velangt uns eine sehr hohe Einsatzbereitschaft ab. Gemäht wird vor allem mit hydrostatisch betriebenen Balkenmähern die mit Gitterrädern versehen sind, sodass sie auch auf sehr starken Hangneigungen gefahren werden können.

Nach der Mahd liessen wir das Gras einige Tage zum Trocknen liegen um ein Aussamen des Heus zu gewährleisten. Anschliessend wurde das Heu nach unten gerecht und auf Schleppblachen verteilt. Nun wurden die Schleppblachen mit einer Motorseilwinde nach oben gezogen und das Schnittgut zur Abholung durch den Forst auf Haufen deponiert.

So hoffen wir, dass die Graslilien, Orchideen, Immenblätter und Kalkastern auch nächstes Jahr wieder Ihre Blüten zur Entfaltung bringen können.


In der Nähe