Heckenpflanzung Trüllikon


Heckenpflanzung | Realisiert im März 2016 | Nordostschweiz

Feldhecken bilden einen wichtigen Lebensraum in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft. Sie dienen zur Vernetzung der verschiedenen Landschaftstypen und Biotopen. Auch wir vom Naturnetz Nordostschweiz hatten wieder einmal die Möglichkeit eine grössere Feldhecke neu anzulegen. In der Landwirtschaftszone der Gemeinde Trüllikon im Zürcher Weinland konnte die Naturwaldstiftung, inmitten von Maismonokulturen, Land erwerben, welches für dieses Vorhaben ideal war. Da die Hecke vom späteren Pächter als Beitragsfläche angemeldet werden sollte, mussten bei der Planung und Ausführung die Vorschriften der Qualitätsstufe 2 der Direktzahlungsverordnung beachtet werden. In dieser Verordnung wird beispielsweise geregelt, dass die Hecke nur aus einheimischen Baum- und Straucharten bestehen darf, 20 Prozent der Sträucher aus mit Dornen bewehrten Pflanzen bestehen und die Hecke exklusive Krautsaum mindestens zwei Meter breit sein muss.

Wir planten die Hecke also wie folgt:

  • Länge 350 m, wobei drei rund 10 m breite Wild-und Maschinendurchlässe vorgesehen wurden
  • Bestehend aus 1250 Stück Heckensträucher in 23 Arten, wobei sieben Arten Dornensträucher wie Schlehdorn, Kreuzdorn, Sanddorn und Berberitze gewählt wurden
  • 5-reihige Bepflanzung mit einem Pflanzabstand von 1 m, sodass die äusseren Reihen einen Abstand von 4 m aufweisen
  • Krautsaum von 4 m beidseits der Hecke
  • Nachdem der Boden vom späteren Pächter mit einer Bodenfräse vorbereitet wurde, konnte mit der Arbeit begonnen werden. Zuerst fertigten wir ein Schnurgerüst aus am Boden gespannten Schnüren, welche wir vom Feldweg her eingemessen hatten. Diese Randlinien zeigten uns die Dimension des späteren Feldgehölzes. An ihnen konnten wir aber auch selbst gefertigte Lehren aus Dachlatten anlegen. An den Eckpunkten dieser Lehren setzten wir mittels Markierspray Punkte die den Zivis beim Pflanzen die Pflanzabstände anzeigten. Nun mussten wir nur noch die inzwischen gelieferten Sträucher bei den Punkten auslegen und jeder wusste, welcher Strauch wo gepflanzt werden sollte. Durch die sorgfältige Arbeitsvorbereitung und die praktische Einweisung der Zivis ging uns die Arbeit gut von der Hand.

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