Entbuschung Riselibuck


Hecken & Feldgehölze, Wald | Realisiert im Februar 2015 | Nordostschweiz

Wo die Thur in den Rhein mündet, liegen die Thurauen, das grösste Auengebiet des Schweizer Mittellandes. Dank dem schweizweit einmaligen Projekt "Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung" erhält die Thur auf den letzten Kilometern vor der Mündung wieder ein natürliches Flussbett. Sie kann Mäander bilden und bei Hochwasser an Stellen gelangen, wo sie vor Jahrtausenden einmal floss. So eine Stelle ist der Riselibuck.

Der Riselibuck ist ein ehemaliger, etwa 30 m hoher Prallhang, an der sich die Thur jahrelang abarbeitete. Heute ist der südexponierte Steilhang ein mit Föhren bestockter lichter Wald. Da an solch exponierten Stellen äusserst seltene Pflanzenarten wie etwa der Schwarzwerdende Geissklee (Cytisus nigricans) oder der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) vorkommen, müssen hier regelmässig Pflegemassnahmen vorgenommen werden. So erhielt das Naturnetz Nordostschweiz den Auftrag, wieder Licht ins Dunkel zu bringen. Da sehr viele seltene Pflanzenarten lichthungrig sind, machten wir uns also an die Arbeit und entbuschten mit Motorsäge und Heckenschere den gesamten Hang. Diese Arbeiten müssen regelmässig durchgeführt werden, da sich die Strauchschicht, bestehend aus Haselnuss, Faulbaum, Berberitze, Schneeball u.ä., durchsetzen und somit den Lebensraum nachhaltig verändern würde. Für uns war es eine abwechslungsreiche Winterarbeit, welche auch durch herrliches Winterwetter begünstigt wurde.


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