Mahd Bahnbord Langgraben


Magerwiesen | Realisiert im August 2018 | Kloster Fahr

Die Bahnstrecke von Bülach nach Glattfelden führt durch ein Waldgebiet und beherbergt im westexponierten Einschnitt eine Vielzahl an seltenen Pflanzen, Insekten, Reptilien und sogar Schnecken. Damit diese wertvollen Wiesen als Lebensraum erhalten bleiben und um eine Verbuschung zu verhindern, müssen sie regelmässig gemäht werden. Der Standort und die Zusammensetzung der Pflanzenarten machen es erforderlich, dass bestimmte Flächen mehrfach, bestimmte Flächen nur einmal im Jahr gemäht werden müssen. Die seltene Bocksriemenzunge zum Beispiel, ist eine Orchideenart deren Samen erst spät in der Vegetationsperiode (August) ausgreift sind. Wo diese Orchidee vorkommt, wird demnach erst Ende August das erste Mal gemäht.

Wie in den letzten Jahren davor, sind die Zivis vom Naturnetz auch diese Jahr mit der Mahd der Böschung beauftragt. Da die Flächen sehr steil sind, stellt uns diese Arbeit immer wieder vor grosse Herausforderungen und verlangt eine sehr hohe Einsatzbereitschaft ab - hinzu kam die schweisstreibende Hitze des Sommer 2018! Genügend Wasser für jeden Zivi war essenziell.

Nach der Mahd liessen wir das Gras einige Tage zum Trocknen liegen um ein Aussamen des Heus zu gewährleisten. Anschliessend wurde das Heu nach unten gerecht und in grosse Textilsäcke verstaut, welche mit einer Motorseilwinde nach oben gezogen und das Schnittgut zur Abholung durch den Forstdienst auf Haufen deponiert wurde.

So hoffen wir, dass unsere Pflege den Ansprüchen der seltenen Pflanzen- und Tierarten gerecht wurden und die Bocksriemenzungen auch im nächsten Jahr ihre Blütenpracht entfalten werden.


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