Springkraut Wald Höh 2013


Neophyten | Realisiert im Oktober 2013 | Kloster Fahr

Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige Pflanze, welche ursprünglich aus dem Gebiet des Himalaja stammt. Wegen ihrer attraktiven rosa Blüten wurde das Springkraut als Zierpflanze und Bienenweide angepflanzt. Das Springkraut breitet sich hauptsächlich durch Samen entlang von Gewässern aus. Im Kanton Zürich hat es sich entlang von Bächen, Flüssen und angrenzenden Wäldern ausgebreitet und wird seit einiger Zeit auch bekämpft. Um die wirksamste Bekämpfung zu finden, lancierte der Kanton Zürich ein Pilotprojekt mit dem Naturnetz.

Im Rahmen dieses Pilotprojektes bekämpfen wir das Springkraut im Wald Höh. Ziel des Pilotprojektes ist die vollständige Bekämpfung des Springkrautes. Es wird vermutet, dass die Samen des Springkrautes im Boden maximal vier Jahre überleben. Wenn nun während vier Jahren alle Springkrautpflanzen vor der Samenreife entfernt werden, sollte das Springkraut am Ende ausgerottet sein.

Für das Pilotprojekt wurde der Wald Höh ausgewählt, weil dieser ein eher kleiner Wald mit verschiedenen Vegetationsräumen (vom dichten dunklen Fichtenwald bis zu lückigem Auenwald) ist. Ausserdem ist der Wald vor Überflutung geschützt, so dass ein neues Einschwemmen von Springkrautsamen nicht möglich ist.

Bereits im zweiten Jahr in Folge wurde der Wald durch Zivildienstleistende alle drei Wochen nach Springkraut durchkämmt. Mit System und penibelst suchten die Zivis den Wald ab, schauten unter jeden Busch und hinter jeden Baum und suchten und fanden das Springkraut auch im dichtesten Gebüsch. Die Menge des gefunden Springkraut nahm kontinuierlich ab. So fanden wir beim ersten Durchgang über 20'000 Springkrautpflanzen, beim letzten Durchgang waren es noch etwa 40 Stück kleine und verkümmerte Springkräuter. Wir schafften das fast Unmögliche und fanden jedes Springkraut, bevor die Samen reif wurden. So lässt sich absehen, dass man im Wald Höh nächsten Jahr noch weniger Springkraut findet.


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